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Stormarner Tageblatt

07. Dezember 2016 | 19:15 Uhr

Integrierte Regionalleitstelle : Ein Neubau wird konkret

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Platz in der Integrierten Regionalleitstelle reicht mittelfristig nicht aus.

Mit einem kompletten Neubau für die Integrierte Regionalleitstelle Süd (IRLS) in Bad Oldesloe wird es ernst. Obwohl die Rettungsleitstelle in den vergangenen Jahren mehrfach erweitert wurde, reicht der Platz mittelfristig nicht aus. Grund sind weiter steigende Einsatzzahlen. Als Ostholstein 2013 dazukam, musste vergrößert werden. Der Umbau und der Umzug in die zweite Etage des Hochhauses der Kreisverwaltung wurde mit knapp 800  000 Euro fast doppelt so teuer wie gedacht. Trotzdem war es Ende 2014 schon wieder zu eng.

Weil man getrennte WCs und Umkleidekabinen oder einen Ruheraum brauchte, kamen Teile des 3. Obergeschosses dazu. Umbaukosten: rund 200  000 Euro. Weil es im Hochhaus keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr gibt, stand bereits ein Neubau der Leitstelle im Raum. Nun wird es konkret. Als nächstes befasst sich der Sozialausschuss mit dem Thema. Für 2017 sollen Planungskosten in den Haushalt gestellt werden.

Die Einsatzzahlen hatten sich innerhalb von acht Jahren verdoppelt und sie steigen stetig weiter. Rund 5000 Feuer- und Hilfeleistungs-Einsätze gibt es im Jahr, über die Leitstelle werden aber mehr als 50  000 Rettungsfahrten und über 60  000 Krankentransporte abgewickelt. „Wir haben die Alten- und Pflegeheime sowie Dialyse-Praxen. Da können sie die Menschen heute nicht mehr mit dem Taxi hinfahren“, sagt Ordnungsamtsleiterin Anja Kühl. Allein für Einsätze in Stormarn haben die Krankenkassen im vergangenen Jahr elf Millionen Euro überwiesen, für 2017 kalkuliert Anja Kühl mit zwölf Millionen Euro „Nutzungsentgelten“.

Die reinen Kosten der Leitstelle stiegen im selben Zeitraum von 2,7 auf 3,4 Millionen Euro. Es ist vor allem das Personal, das zu Buche schlägt. 30 Planstellen sind es mittlerweile, „und wir bezahlen auch mehr“, so Anja Kühl. Angesichts der demographischen Entwicklung geht sie von weiter steigenden Zahlen aus: „Wir brauchen mehr Tische und mehr Disponenten.“ Das sei nicht nur in Stormarn so. Anja Kühl: „In Elmshorn gibt es zehn zusätzliche Stellen und man hat die Erweiterungsplanung noch aufgestockt.“ Auch wenn die Krankenkassen der Hauptkostenträger sind, müsste der Kreis Stormarn als Betreiber der IRLS erstmals in Vorleistung gehen. Kostenberechnungen für einen Neubau gibt es noch nicht, Schätzungen sprechen von acht bis zehn Millionen Euro geschätzt. Die Betriebskosten der Leitstelle tragen die Kassen zu 60 Prozent, den Rest teilen sich Stormarn, das Herzogtum Lauenburg und Ostholstein.

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erstellt am 24.Okt.2016 | 05:45 Uhr

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