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Stormarner Tageblatt

08. Dezember 2016 | 21:15 Uhr

Reinbek : Ein historischer Tag für das St. Adolf-Stift

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

4,5 Millionen Euro als erster Zuschuss aus Kiel: Drei Bauprojekte für 18 Millionen Euro werden bis 2020 realisiert. Die Klinik hat jetzt auch mehr Betten im Landeskrankenhausplan.

„Wir packen die Modernisierung an“, verkündete Staatssekretärin Anette Langner gestern bei der Übergabe eines Förderbescheides über 4,5 Millionen Euro für das Reinbeker St. Adolf-Stift und verschwieg dabei nicht, dass es im Land Schleswig-Holstein einen Sanierungsstau bei der Krankenhaus-Modernisierung in Höhe von rund 500 Millionen Euro gebe.

Das Geld, das der Gast aus Kiel in Form einer Bewilligungsurkunde im Gepäck hatte, ist bereits verplant: Für den Neubau der Zentralsterilisation und zwei weitere Baumaßnahmen. Für das erste Projekt haben die Erdarbeiten bereits begonnen.

Anette Langner unterstrich den Stellenwert der Reinbeker Klinik mit ihrer hohen medizinischen Kompetenz. „Die St. Adolf Klinik arbeitet längst auf dem Niveau eines Schwerpunkt-Krankenhauses“, verriet die Staatssekretärin gleichzeitig, dass weitere Förderbescheide für Brunsbüttel und Itzehoe in den kommenden Wochen folgen.

Im Rahmen des „Impuls“-Programms stellt die Landesregierung in diesem Jahr rund 25 Millionen Euro für den Krankenhausausbau bereit, die Kreise sind zu einem Co-Finanzierungsanteil in gleicher Höhe verpflichtet. Der neue Geschäftsführer des St. Adolf-Stifts, Björn Pestinger („Das ist meine erste Amtshandlung“), freute sich über die Anerkennung der Klinik. Südlich vom OP-Trakt entstehen neben der Zentralsterilisation für OP-Materialien eine Vergrößerung der Intensivstation und die Erweiterung des postoperativen Aufwachraums von sechs auf 14 Betten – insgesamt entsteht eine neue Fläche von 1300 m² auf drei Geschossen.

Bis zum Jahr 2020 sollen die Erweiterungsbauten (Investition rund 18 Millionen Euro) wie etwa eine neuen Zentralen Notaufnahme, abgeschlossen sein. Anette Langner hatte noch eine zweite Gabe im Gepäck – das Krankenhaus hat jetzt offiziell 320 Planbetten, also sieben mehr als vorher.

Rund 18  000 Patienten werden pro Jahr stationär und 22  000 ambulant behandelt. „Wir hatten im vergangenen Jahr etwa 8500 Operationen – mit steigender Tendenz“, sagte der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Medizinischen Klinik, Professor Stefan Jäckle. Geschäftsführer a. D. Lothar Obst, in dessen Amtszeit die jetzt beginnenden Erweiterungsbauten konzipiert wurden, sprach von einem „historischen Tag für das St.-Adolf-Stift und betonte: „Alle Planungen wurden gemeinsam mit dem Land besprochen und vorbereitet, in diesem Fall hat es fünf Jahre gedauert.“

>Die Gründung der Baumaßnahme mit unter anderem bis zu 21 Meter tiefen Pfahlbohrungen wurde bereits am Freitag abgeschlossen. Insgesamt entstehen für diesen Erweiterungsbau Kosten in Höhe von neun Millionen Euro. Die Baumaßnahme ist eine von drei für insgesamt 18 Millionen. Das Land fördert davon die Hälfte, weitere neun Millionen Euro kommen vom Krankenhausträger. Die weiteren Bauabschnitte enthalten eine acht Betten große Intermediate-Care(IMC)-Einheit sowie in unmittelbarer räumlicher Anbindung an die Radiologie eine Zentrale Notaufnahme mit einer neuen Zufahrt der Rettungsfahrzeuge.

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