zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

25. April 2017 | 12:41 Uhr

Ahrensburg : Ein besonderes Theaterprojekt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die langjährige Kostümbildnerin der Theaterschule am „Kleinen Theater“ Bargteheide startet jetzt in Ahrensburg durch.

Die Begeisterung für ihre neue Aufgabe ist Monika Janetzke deutlich anzumerken. Seit Herbst arbeitet die Sonderpädagogin am Hort der Schule am Schloss in Ahrensburg. Neben ihrer professionellen Kompetenz hat sich eine besondere Idee im Gepäck mitgebracht: ein Theaterprojekt für Kinder aus 42 unterschiedlichen Nationen.

Theaterfreunde aus Stormarn werden vermutlich sofort aufmerksam, wenn sie den Namen Janetzke im Zusammenhang mit Schauspiel hören. Denn 16 Jahre lang war Monika Janetzke fest mit dem „Kleinen Theater“ in Bargteheide verbandelt. Sie war vor allem als Kostümbildnerin das ganze Jahr über eifrig dabei, die zum Teil opulenten Kleider für die jungen Schauspieler zu fertigen.

Nach dem Tod der Schauspielschulleiterin Kirsten Martensen machte sie zunächst noch weiter und half mit. Doch im Sommer 2016 war für Janetzke dann klar, dass es für sie im „Kleinen Theater“ nicht mehr weitergehen würde. Der neue Trägerverein und der Theaterschulverein, die ab Juni die Geschäfte des ehemaligen KM Management als drittes Standbein im „Kleinen Theater“ übernahmen, schlugen andere, neue Wege ein, die Janetzke nicht immer mitgehen wollte und konnte.

„Ich merkte, dass die Dinge sich so sehr änderten, dass ich mich darin nicht mehr sah. Mein Vertrag lief außerdem aus. Gemeinsam mit einer anderen Reihe Aktiver haben wir beschlossen, dass es besser ist, einen Schlussstrich in Bargteheide zu ziehen. Ich wünsche den neuen Verantwortlichen dort eine glückliche Hand und dass das, was sie sich vorstellen, auch funktionieren kann“, sagt Janetzke.

Sie sei glücklich mit ihrer neue Aufgabe in Ahrensburg. „Hier habe ich sofort offene Türen eingerannt. Das war ein schönes Gefühl, mit einer Idee so viel Euphorie wecken zu können“, erinnert sie sich. „Seitdem ich hier bin, ist mir klar, wie viel Arbeit, wie viel Einsatz hier benötigt wird. Auf der anderen Seite gibt es schöne Momente und Situationen, in denen sich zeigt, dass man wirklich etwas bewegen kann, den Menschen helfen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen“, so die Sonderpädagogin.

Dass es bei Kindern aus 42 unterschiedlichen Nationen nicht einfach ist, ein Theaterstück zu konzipieren, ist ihr klar. „Manche sprechen nicht gut deutsch, andere sind deutlich weiter. Und es sind ja nicht nur Flüchtlinge, sondern selbstverständlich auch Deutsche mit dabei. Es ist ein Projekt für alle“, sagte Monika Janetzke. Manche Teilnehmer kämen aus sozial schwierigen Verhältnissen.

Da sie es aus ihren erfolgreichen Zeiten am „Kleinen Theater“ gewohnt ist, so professionell wie möglich zu arbeiten, begeisterte sie für die erste Produktion langjährige Weggefährten aus Bargteheide für ihre neue Idee. Auch diese hatten im Sommer im Rahmen des Umbruchs dort ihre Zelte abgebrochen und sehen in dem Projekte in Ahrensburg eine neue ansprechende Aufgabe.

So werden Silke Hobus und das Atelier McLoud in Ahrensburg für die Requisiten zuständig sein. Auch ein ehemaliger Mitarbeiter des Thalia-Theaters ist mit von der Partie. „Wir sind sehr gut aufgestellt, und alle sind mit Herzblut und Leidenschaft dabei“, so Janetzke Die Aufführung soll im Marstall stattfinden. Für anstehenden Produktionskosten soll im Rahmen von „Music for free“ in Ahrensburg am 30. April um Spenden geworben werden. „Wir freuen uns über diese Unterstützung durch das Stadtforum“, sagt Janetzke.  

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 20.Mär.2017 | 15:50 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen