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Stormarner Tageblatt

05. Dezember 2016 | 05:33 Uhr

E-Bikes und Mitfahrbank – Trittau macht mobil

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Verwaltung braucht mehr Platz für Mitarbeiter: Campehalle abreißen? Bauausschuss tagt

Ob die Campehalle abgerissen werden soll, wird bei der nächsten Bauausschusssitzung am morgigen Donnerstag, 14. Juli, diskutiert. Hintergrund: Das Verwaltungsgebäude muss erweitert werden.

„Langfristige Prognosen zeigen, dass wir mehr Mitarbeiter brauchen. Ich weiß schon jetzt nicht, wo die alle sitzen sollen“, so Bürgermeister Oliver Mesch. Das kommt aktuell durch die Flüchtlingssituation, langfristig aber auch durch mehr Kitas und Schüler, was sich auch auf die Verwaltung auswirkt. Geplant wird zwar in Richtung des Parkplatzes, aber alle Möglichkeiten sollen sondiert werden. „Ich halte es für schwierig, die Campehalle abzureißen, da sie noch stark genutzt wird und Hallenzeiten ohnehin schon knapp sind“, meint Mesch. Langfristig steht die Idee einer Zukunftswerkstatt im Raum, um die Ortsmitte einmal zu überplanen und ein Konzept zu entwickeln. „Bürgerhaus, Campehaus, Campehalle, die Verwaltung und die Feuerwehr – alles muss zusammen betrachtet werden mit den verschiedenen Nutzern“, so der Bürgermeister weiter.

Ein weiterer Punkt der Tagesordnung ist ein neues Mobilitätskonzept mit dem Schwerpunkt Fahrradfahren, dass der Klimamanager Christoph Magazowski entwickelt hat. Mehrere Einzelmaßnahmen wurden zu einem Konzept zusammen gefasst, um Förderungen aus Holsteins Herz zu bekommen. Die alternativen Routen, um in die Innenstadt zu kommen, sollen beschildert werden. „Man muss sich nicht nur auf der Hauptstraße bewegen, es gibt schnelle und ungefährlichere Wege“, so Magazowski. Zudem sollen drei E-Bikes kostenlos zum Ausprobieren verliehen werden, um sie den Bürgern näher zu bringen. Anschließend sollen sie als Diensträder verwendet werden.

Für die E-Bikes werden Ladestationen eingerichtet. Der Vorburgplatz soll zum Mobilitätszentrum werden. Überdachte Stellplätze für Räder, eine Notruf- und Servicesäule für Taxis, HVV-Service und Notrufe sowie ein insgesamt attraktiverer Bushalteplatz sollen für mehr Umsteiger sorgen.

Aus Speicher in Rheinland-Pfalz wurde die Idee „Mitfahrbank“ übernommen. Wer hier sitzt, möchte in einen der Nachbarorte oder ans andere Ende von Trittau mitgenommen werden. Wer einen Platz frei hat, hält an. Moderne Anhalter sozusagen. Auch hier wird mit einer 60- bis 80-prozentigen Förderung aus der Aktivregion gerechnet. Eine Umgestaltung der Poststraße hinsichtlich Radwegeausbau steht nicht im Konzept. „Das würde in den siebenstelligen Bereich gehen und steht erstmal nicht zur Debatte“, so Magazowski.

Dritter wichtiger Punkt der Sitzung ist die Reparatur des so genannten „Mönchs“, eine Art Wehr, dass den Zulauf zum Mühlenteich regelt. Es ist beschädigt und unterspült, so dass vor etwa vier Wochen der Mühlenteich abgelaufen war. Jetzt wurde eine Blase in die Rohre gesetzt, um das provisorisch zu stopfen. Derzeit werden Angebote zur Reparatur eingeholt.


>Die Sitzung beginnt um 19.30 Uhr in der Verwaltung, Europaplatz.



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