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Stormarner Tageblatt

06. Dezember 2016 | 11:15 Uhr

DRK nutzt Rundgang für Einblicke und Kritik

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Deutschlandweit und sogar international war Reinfeld in den vergangenen Wochen in der Presse zu finden. Der Grund: Eine Razzia in einer Flüchtlingsunterkunft, in der – genau wie in Großhansdorf und Ahrensburg – ein Terrorverdächtiger verhaftet wurde. Es folgte eine Demonstration vor dem Rathaus, bei der Bürgermeister Heiko Gerstmann. Flüchtlinge und Helfer gemeinsam mit vielen Karpfenstädtern ein Zeichen setzten, dass sie sich auch weiterhin für ein „buntes Reinfeld“ und das bestmögliche Miteinander einsetzen werden.

Langsam kehrt wieder Normalität in der Stormarner Kleinstadt zurück. Alltag im Zusammenleben sozusagen. Doch wie sieht der eigentlich aus? Einen Ausschnitt der Arbeit konnte man bei der Eröffnung der neuen Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes im Alfa-Park an der Schillerstraße erleben.

Auf dem Gelände von Armin Adib-Moghaddam sind seit einiger Zeit auch Flüchtlinge untergebracht. Und ganz neu hat jetzt dort auch besagte Kleiderkammer des DRK eröffnet, nachdem die alten Räumlichkeiten zu klein geworden waren. Zur Eröffnung und dem anschließenden Rundgang durch die Kammer aber auch die Wohnunterkünfte waren unter anderem Bürgermeister Gerstmann, Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt und der stellvertretende Landrat Joachim Wagner gekommen. „Wir haben hier schon seit langer Zeit darüber nachgedacht einen besonderen Anlaufpunkt für Flüchtlinge und Helfer zu errichten. Das war noch vor den Flüchtlingszustrom“, erklärte Gerhard Horn, ehemaliger Reinfelder Bürgermeister und stellvertretender Vorsitzender des DRK Reinfeld. „Wichtig ist es uns, dass es hier Hand in Hand geht beim DRK. Der Bedarf an Hilfe ist immer weiter gestiegen. Das Engagement ist schön, aber führt manche auch an ihre Grenzen. Auf der Ebene der Zusammenarbeit mit anderen wünsche ich mir noch mehr Kooperation“, so Horn.

Kritik gab es für mangelnde Absprachen unter den Flüchtlingshelfern, als Aufkleber durch „Asyl in Reinfeld“ an den Minister überreicht wurden. „Das zeigt dass hier Absprachen zwischen den Helfergruppen nicht funktionieren. Ich hätte mir gewünscht, dass wir von sowas erfahren. Es ist ja keine schlimme Aktion, aber für uns zu plakativ“, rüffelte Horn die Initiative.

„Generell ist es gut, dass so viele Menschen im Land mit anpacken“, lobte Studt. Adib-Moghaddam und einige Flüchtlinge nutzten die Chance, um auf die zu klein geratene Küche hinzuweisen. „Das höre ich nicht zum ersten Mal. Wir schauen, was man machen kann“,antwortete der Bürgermeister.  

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