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Stormarner Tageblatt

03. Dezember 2016 | 07:52 Uhr

Schlamersdorf : Dorf stemmt Großprojekt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

1,8 Millionen Euro sind für die Erweiterung der Kita und die Sanierung des Gemeinschaftshauses vorgesehen.

Die Gemeine Travenbrück steht vor einer gewaltigen Investition. Für die Erweiterung des Kindergartens und Sanierung des Gemeinschaftshauses belaufen sich die Kostenschätzungen auf rund 1,8 Millionen Euro. Die Planung wurde jetzt im Rahmen einer Einwohnerversammlung vorgestellt. Im Juni will die Gemeinde beim Kreis den Bauantrag einreichen.

Die alte Schule in Tralau mit ihrer Turnhalle aus den 1960er Jahren wird von der Gemeinde seit dem Umzug der Schüler vor über 40 Jahren in die Masurenwegschule als Gemeinschafthaus und vom Sportverein genutzt. Vor rund 20 Jahren wurde an das Gebäude der zweigruppige Kindergarten angebaut. Seit Jahren ist bereits eine dritte Kindergartengruppe in einem Raum der alten Schule untergebracht. In der Vergangenheit hat die Gemeinde kaum Geld in die alte Schule investiert. Eine Sanierung des Gebäudes lohnt sich daher nicht. Bis auf die Turnhalle und den Kindergarten sollen die Gebäude abgerissen und ein neues Gemeinschaftshaus mit Sportlertrakt sowie ein dritter Gruppenraum für den Kindergarten gebaut werden.

Mit der Planung hat sich eine Arbeitsgruppe befasst. Das Ergebnis wurde von Nils Wendler vorgestellt. Wendler ist Diplom-Ingenieur und in der Gemeindevertretung im Ausschuss für Bau, Wege, Umwelt und Wasserwirtschaft. Für die Sanierung und Erweiterung sind drei Bauabschnitte vorgesehen. Zunächst soll ein Teil der alten Schule im Bereich des Kindergartens abgerissen werden, um dort mit dem Bau des dritten Gruppenraums zu beginnen. Vorgesehen ist, dass dort eine weitere Elementargruppe untergebracht wird und dass dort keine Krippenplätze entstehen. Nach der Fertigstellung kann die in einem Raum der alten Schule untergebrachte Kindergartengruppe einziehen und der Rest der alten Gebäude abgerissen werden.

Zwischen Kindergarten und Sporthalle wird der Gemeinschaftsraum der Gemeinde mit den notwendigen Sanitäreinrichtungen, Garderobe, Küche, Lager- und Heizungsraum angebaut. Die jetzige Halle wird von Grund auf saniert. Sie bekommt ein neues Dach, einen Schwingfußboden mit einem Belag, der sowohl für Sport als auch für öffentliche Veranstaltungen geeignet ist. „Ein kompletter Hallenneubau hätte zusätzliche 200  000 Euro gekostet“, so Wendler. Der Gemeinschaftsraum selbst ist zwar mit rund 60 Quadratmetern recht klein aber durch einen direkten Zugang zur Sporthalle kann er für größere Veranstaltungen entsprechend erweitert werden.

Als nächstes sollen weitere Gespräche mit dem Trägerverein Kindergarten Tralau, dem Sportverein und dem Architekten Hinrich Rickmers geführt werden. Die Anregungen daraus sollen dann möglichst in die Planung mit einbezogen werden. Danach geht es in die Details und im Juni soll der Bauantrag eingereicht werden. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau begonnen werden. Bis 2018 soll dann alles fertig sein.

Die Kosten werden derzeit auf rund 1,8 Millionen Euro geschätzt. Darin enthalten ist auch bereits das Inventar. Rund 200  000 Euro sind an Zuschüssen eingeplant, so dass Travenbrück 1,6 Millionen Euro finanzieren muss. „Wir haben ein Angebot der KFW-Bank zu einem Zinssatz von 0.75 Prozent auf zehn Jahre fest“, so der Finanzausschussvorsitzende Christian Backhaus. Daraus würde sich eine jährliche Belastung von rund 65  000 Euro ergeben. Die Finanzierung ist auch bereits geplant. „Wir haben derzeit einen Kredit für die Kläranlage laufen. Dafür zahlen wird rund 50  000 im Jahr. Der Kredit läuft bis 2021“, so Backhaus. Das Geld soll dann für die Tilgung des neuen Kredites genommen werden, da die Gemeinde eine Zusage der KFW hat, dass sie erst in fünf Jahren mit der Tilgung beginnen muss.

Außerdem rechnen die Kommunalpolitiker mit wesentlich geringeren Bewirtschaftungskosten für das neue Gemeinschaftshaus. Jetzt liegen die Bewirtschaftungskosten der alten Gebäude bei rund 38  000 jährlich. Gerechnet wird mit einer Einsparung von 10  000 Euro, die dann ebenfalls in die Schuldentilgung fließen sollen. Außerdem will die Gemeinde an den Kosten sparen, die sie für die Unterbringung Travenbrücker Kinder in auswärtigen Einrichtungen zahlt. Das sind derzeit jährlich auch rund 35  000 Euro. Die Ersparnisse sollen ebenfalls in die Schuldentilgung mit einfließen.



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