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Stormarner Tageblatt

09. Dezember 2016 | 12:42 Uhr

Bargteheide : Die Suche nach dem Traumberuf

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

56 Firmen und Institutionen gaben auf der 17. Jobmesse in der Anne-Frank-Schule Einblicke in die unterschiedlichsten Berufsfelder.

„Inklusion“ – so lautete das Motto der 17. Jobmesse, die junge Menschen weit über die Kreisgrenzen hinaus in die Anne-Frank-Schule anlockte.

„Das Interesse an den Berufen der Baubranche ist auf dieser Jobmesse ganz besonders groß“, sagt Nils Rath von der Baugewerbe-Innung Stormarn. Zünftig in traditioneller Kluft erklärten die Maurer und Zimmerleute den Schülern alles, was sie über das Berufsfeld wissen müssen. Für 2017 hätten sich, so Rath, bereits einige Firmen gemeldet, die Azubis suchen.

An Hammer und Säge konnten die Besucher ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. „Ich hätte nie gedacht, dass Maler ein so vielseitiger Beruf ist“, ist Schülerin Josephine Martens aus dem achten Jahrgang der Anne-Frank-Schule erstaunt gleich nebenan am Stand der Maler- und Lackiererinnung. Mit einem feinen Pinsel versucht sie, ein Ornament zu zeichnen – gar nicht so einfach. „Da sind auch Feinmotorik und ein wenig künstlerisches Geschick gefragt“, betont Malergeselle Dustin Artes vom Jugendaufbauwerk Bad Oldesloe. Während die Jungen der neunten Klasse aus Sandesneben sich beim Nägelhauen messen, lassen sich die Mädchen Zöpfe bei Friseurin Anna Gehlhaar aus Bargteheide flechten. „Das ist echt interessant. Aber ob ich später Friseurin werden möchte, kann ich jetzt noch nicht sagen“, meint Schülerin Vanessa Peters, während sie auf dem Friseurstuhl Platz nimmt. Man müsse einfach ausprobieren, ob einem der Beruf liege, denn nicht nur die Fingerfertigkeit, sondern auch die Nähe zum Menschen seien bei diesem Beruf sehr wichtig. Eric, Justin und Pasquale aus der 8e der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Bargteheide haben von ihrem Lehrer die Aufgabe bekommen, sich einen interessanten Beruf auszuwählen und diesen zu beschreiben. „Hotelkaufmann finde ich total spannend“, sagen Eric und Justin wie aus einem Munde. Pasquale reizt mehr die Technik: „Mechaniker wäre sicher ein toller Beruf für mich.“ Timm Becker von der Firma Basler aus Ahrensburg stellt das Azubi-Projekt, eine Murmel-Sortiermaschine interessierten Schülern vor. Auch eine Gruppe von Flüchtlingen ist auf der Jobmesse unterwegs, Für sie geht es vor allem um einen Praktikumsplatz. Auswahl an Berufen gibt es genug hier. Von der deutschen Ärztekammer über eine Kunstschule aus Hamburg bis zu renommierten Firmen wie Basler und Dräger, der Landes- und Bundespolizei, dem Bund deutscher Reeder und der Bundeswehr - haben die zahlreichen Besucher die Qual der Wahl.

„Erstmals ist auch ein Hersteller für Hörgeräte auf unserer Messe vertreten“, so Schulleiterin Angelika Knies. Zu den Top Ten der Berufswünsche gehören laut Kerstin Ullrich von der Agentur für Arbeit Immobilienkaufleute, Mediagestalter, Fitnesskaufleute und Kfz-Mechatroniker. Aber auch Klassiker wie Koch und Friseur sind im Rennen.

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erstellt am 18.Nov.2016 | 06:00 Uhr

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