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Ahrensburg : Die Stormarner Einbrecher-Jäger

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der NDR hat Beamte der Stormarner Sonderermittlungsgruppe Wohnungseinbruchdiebstahl begleitet. Heute wird ihr Berich auf N3 zu sehen sein.

Überall liegt Kleidung, sämtliche Schubladen sind geöffnet, die Schmuckschatullen leer. Die Täter sind durch ein kleines Fenster eingestiegen. Ein Fall für Stefan Reyers und Oliver Schlenther von der Stormarn. Sonderermittlungsgruppe Wohnungseinbruchdiebstahl, kurz WED. Ein NDR-Team hat die „Einbrecher-Jäger“ bei ihrer Spurensuche in der dunklen Jahreszeit begleitet.

15 Beamte in Ahrensburg und Reinbek gehören zur WED Stormarn, die gegründet wurde, weil der Landkreis im Hamburger Speckgürtel ein beliebtes Pflaster für Einbrechern ist. Hier leben hier viele Menschen, die gut verdienen, die Infrastruktur mit Autobahnen, Zug und U-Bahnen macht es den Tätern leicht, schnell mit der Beute zu verschwinden.

Nicht nur bei der Wirtschaftskraft, auch bei den Einbruchszahlen gehört Stormarn deutschlandweit zu den gefragtesten Kreisen. Leider auch bei der schlechten Aufklärungsquote gering. Sie liegt trotz der Arbeit der Sonderermittler immer noch bei 6,3 Prozent. Immerhin: Die Zahl der Taten, die 2015 um 30 Prozent nach oben geschnellt war, ist wieder gesunken.

Bei einem Einbruch geht es um mehr als nur den materiellen Verlust. Die Täter greifen in die Privatsphäre der Menschen ein, betreten deren intimsten Bereich. Für Betroffene ist das oft ein traumatisches Erlebnis.

In Stormarn waren viele Einwohner sogar mehrfach betroffen, in manchen Straßenzügen ist schon in jedem Haus eingebrochen worden.

Die Beamten der WED Stormarn versuchen, Raster auszumachen und die Täterwege nachzuvollziehen. Reyers und Schlenther sind Spurenspezialisten. Mit Rußpulver, Schwarzfolie und DNA-Kits machen sie sich auf die Suche nach Hinweise. Sie wissen, dass die akribische Spurensuche oft der einzige Weg zum Täter ist, da es in der Regel keine Zeugen gibt.

Ihre Gegner sind allerdings meist ebenfalls Profis: International agierende Banden aus Ost- und Südosteuropa. Deren Risiko, erwischt zu werden, ist gering. Und für den nächsten Beutezug können andere Leute angeworben werden. 778 versuchte und gelungene Wohnungseinbrüche gab es im vergangenen Jahr in Stormarn. 53 Personen konnten festgenommen – fast alle direkt in Tatortnähe. Warum es so schwer ist, Täter zu fassen und was die Menschen tun können, um sich zu schützen, gehört auch zur NDR-Reportage, die am Freitag, 3. März, um 21.15 Uhr in N3 zu sehen ist.

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