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Siek : Die Standortfrage: Wohin mit Kita, Bauhof, Feuerwehr?

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kirche legt Kaufangebot für ihr Grundstück vor. Ein Gutachter hält weitere Bereiche für geeignet

Trotz jahrelanger Diskussion und einem neuen Gutachten zu möglichen Standorten ist man bei der Frage, wo in Siek die Neubauten für Feuerwehr, Bauhof und Kindergarten stehen sollen, nicht weiter als vor einem Jahr. 15 Grundstücke hatten sich die beauftragten Gutachter angesehen und beurteilt. Sechs kamen in die engere Wahl, darunter auch die schon vorher diskutierten Flächen bei Edeka, Hinterm Dorf und das Kirchengrundstück.

Hinterm Dorf wollte die CDU ein „kleines Ortszentrum“ schaffen, wenn zur Mehrzweckhalle auch Jugendtreff, Kita, Feuerwehr und Bauhof kommen. Das Land müsste die Gemeinde allerdings kaufen. Anders bei der Fläche bei Edeka, die Siek gehört und für die es sogar einen
B-Plan gibt. Bauhof und Ortswehr sollten nach dem Willen der SPD dorthin, die Feuerwehrleute lehnen den Standort aber weiterhin ab. Für einen Kita-Neubau hatte sich Siek zunächst die Straße Dohm ausgesucht, das nach Anliegerprotesten aber wieder ad acta gelegt.

In der Kita-Frage drängt allerdings die Zeit. Bereits vor einem Jahr hatten fünf Container bezogen werden müssen, in diesem Herbst sollen die nächsten fünf aufgestellt werden. „Ich unterschreibe jede Woche Anträge von Eltern, die ihr Kind auswärts unterbringen wollen“, sagt Bürgermeister Arnold Trenner (SPD). Drei Krippen- und drei Elementargruppen hat Siek, vier und fünf Gruppen müssen es demnächst sein – mindestens.

Mit der Kirche hatte man lange über den Kauf eines Grundstücks am Kindergarten verhandelt. Kurz vor Fristablauf nannte die Kirchengemeinde ihren Preis. Es geht um 4100 Quadratmeter zwischen Kirche und Friedhof, die vom Evangelischen Kirchengemeindeverband Hamburg-Ost betrieben wird.

Der angebotene Kaufpreis orientiere sich an Misch-Gewerbegebieten und liege damit deutlich unter der möglichen Forderung, wie sie bei Verkauf für Einzelhausbebauung möglich wäre, sagt Gemeindepastor Christian Schack, der befürchtet, dass mit weiteren Containern ein Kita-Neubau in weite Ferne rücken könnte. Den Kaufpreis hält Bürgermeister Trenner durchaus für moderat, damit verknüpfte Forderungen wie Mitsprache und Gewinnbeteiligung bei Weiterverkauf sowie die Übernahme der Planungskosten und der Kosten für einen neuen Weg zum Friedhof aber für nicht angemessen. „In der engeren Wahl ist ebenfalls ein Grundstück im Ort, das der Gemeinde gehört“, sagt Trenner, „wir müssen auch wirtschaftlich denken.“

Als Standort für Feuerwehr und Bauhof wäre ihm weiterhin das Edeka-Grundstück am liebsten. In der CDU hat man sich von der Idee einer gemeinsamen Lösung verabschiedet. Das Gutachten habe gezeigt, dass die meisten Grundstücke nicht für gleich gut für Feuerwehr und Bauhof geeignet seien, so Andreas Bitzer: „Wenn die Nachteile die erhofften Synergieffekte überwiegen, muss man auch andere Lösungen in Betracht ziehen“, betont der Vize- Fraktionssprecher und stellvertretende Bürgermeister.

Die theoretischen Möglichkeiten, was wo neu gebaut wird, sind damit eher noch größer als vor einem Jahr. „Wir hätten im letzten Sommer loslegen können. Jetzt müssen wir irgendwann loslegen“, sagt Bitzer. In der Juni-Sitzung des Bauausschusses sollen die Varianten mitsamt der Kosten vorgestellt werden. „Ich hoffe, dass wir dann dem Ziel nahe sind“, sagt Arnold Trenner.

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erstellt am 21.Apr.2017 | 06:00 Uhr

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