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Stormarner Tageblatt

07. Dezember 2016 | 09:38 Uhr

Die Mönche und die Mission

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das etwas andere Projekt auf Gut Basthorst / Ausstellung für geplante Kinderschule

Ein ganz besonderes Projekt wird im Rahmen des diesjährigen Herbstmarktes auf Gut Basthorst vorgestellt. Ein junger Hamburger, Markus Meier, gelernter Heilpraktiker, hat sich für ein Leben als Mönch in Myanmar (früher Burma) entschieden. Eigentlich war er auf einer Reise, um Erfahrungen in fernöstlicher Medizin zu sammeln, doch der Buddhismus und die Menschen faszinierten ihn so, dass er blieb und das asketische Leben eines Mönches ohne eigenes Geld und Besitz anstrebte.

„Der Buddhismus ist eine tiefe Erfahrung“, sagt Mokkhita, wie sein Mönchsname jetzt lautet. Ihm blieb die Not und das Elend in dem Land aber nicht verborgen. „Bis zu 100 Kinder lernen in einem Raum. Die hygienischen Zustände sind schlimm und ab dem dritten Kind bringen die Eltern das Kind zu den Mönchen, setzen es quasi aus“, berichtet er. Er half bei der Errichtung einer Klosterschule, hatte mit viel Unfähigkeit und Bürokratie zu kämpfen. Daher möchte er jetzt nach seiner Ordination mit einem weiteren Mönch, Alex Holzer aus Südtirol, eine weitere Klosterschule für 1000 Kinder verwirklichen. Zudem soll ein Heil- und Meditationszentrum angeschlossen werden. „Nur durch die regelmäßige Meditation ist diese große Aufgabe überhaupt zu bewältigen“, so Meier und Holzer.

Eine Ausstellung mit Bildern und Informationen möchte über das Projekt informieren und Spenden einwerben. Die Mönchskultur auch europäischer Mönche wird vorgestellt. Unterstützt werden die Mönche von einem burmesischen Künstler, Sein Aung, der in seiner Heimat sehr bekannt ist. Der Künstler ist anwesend. Er hat die Bilder für seine erste Ausstellung in Europa gespendet, sodass die Erlöse ganz in das Projekt fließen. Die Ausstellung im Kuhstall dauert vom 9. bis 18. September, die Räume werden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Der Vater Meiers war so beeindruckt vom Wirken seines Sohnes, dass er kürzlich einen Verein gründete: „Modita (übersetzt: Freude des Teilens) soll das Projekt unterstützen. „Ich habe gesehen, wie glücklich und zufrieden mein Sohn jetzt ist und wie wunderbar er mit Menschen umgehen kann“, so Meier.



>Unter Mokkhita.com und auf Facebook findet man unter dem Stichwort „Bhante Mokkhita“ weitere Informationen über die Mönche und die neue Foundation.


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