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Stormarner Tageblatt

26. September 2016 | 19:20 Uhr

Reinfeld : Die Geschichte der Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Reinfelder Klaus Maaß ist ein Feuerwehr-Urgestein und hat eine Chronik über die Freiwillige Feuerwehr geschrieben.

„Es hat mir Freude gemacht, die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Reinfeld niederzuschreiben“, sagt Klaus Maaß. Für sein Buch hat er zwei Jahre lang recherchiert, Fotos aus seinem Archiv und dem des Heimatmuseums zusammengetragen, mit vielen Feuerwehrmännern gesprochen, deren Erinnerungen an den aktiven Feuerwehrdienst wiedergegeben. Museumsleiterin Anja Radermacher ist begeistert: „Es ist gar nicht so einfach, so ein umfassendes Buch über die gesamte Geschichte seit 1879 zu schreiben. Ich rechne damit, dass das Interesse der Reinfelder daran groß sein wird.“ Denn nicht nur für aktive Feuerwehrmänner- und Frauen, sondern auch für viele Ehemalige und Bürger der Stadt bietet das rote Buch einen spannenden Einblick in die Geschichte der Wehr - nicht ohne eine Prise Humor und viele Anekdoten.

Klaus Maaß hat darin nichts vergessen. Er schildert die historische Entwicklung des Feuerlöschwesens, die Gründungszeit, die Entwicklung von der Pflichtwehr zur freiwilligen Wehr, erläutert die technische Neuerungen, beschäftigt sich mit den Einsatzfahrzeugen im Wandel der Zeit, mit den Erfolgen des Musikzuges, nennt alle Wehrführer seit der Gründung, listet die spektakulärsten Brände, Übungen und Veranstaltungen auf, druckt Auszüge aus Brandberichten - alles wird mit zahlreichen historischen Fotos untermalt.

Klaus Maaß ist ein Feuerwehr-Urgestein. Mit 18 Jahren trat er in die aktive Wehr ein – 1959 gab es noch keine Jugendwehr – und ist ihr seitdem immer treu geblieben. Lange Jahre spielte er Tuba im Musikzug, baute sogar einen Gruppenwagen selbst um. Heute ist der ehemalige Beamte beim Bundesgrenzschutz Mitglied der Ehrenabteilung der zweitältesten Wehr Stormarns. „Schon mein Urgroßvater mütterlicherseits Otto Denker war erst bei der Pflichtwehr und danach bei der Reinfelder Feuerwehr“, erklärt er. Großvater väterlicherseits Wilhelm Maaß war in Kriegszeiten drei Jahre lang Wehrführer, sein Vater engagierte sich ebenfalls in der Feuerwehr. „Das liegt mir einfach im Blut“, schmunzelt Maaß. Jahrelang sammelte er Fotos und Schriftstücke, gab sie als Leihgaben an das Heimatmuseum. „So eine Chronik hat es - bis auf die kleine Festschrift zum 125. Bestehen - noch nicht gegeben. Das ist eine wirkliche Bereicherung“, betont die Museumsleiterin. „Ich kenne alle Feuerwehrmänner der letzten Jahrzehnte mit Namen“, sagt Maaß nicht ohne ein wenig Stolz in der Stimme. Und das sind eine ganze Menge. Hatte die Feuerwehr bei ihrer Gründung nur 28 Mitglieder, sind heute 165 verzeichnet - inklusive einer 30-köpfigen Jugendwehr. Die Chronik reicht bis in das Jahr 2014 - natürlich ist da auch der Einsatz beim Hochwasser 2010 am Herrenteich ebenso mit dabei wie diverse Großfeuer und Rettungsaktionen im Laufe der Jahrzehnte. Klaus Maaß: „Für viele bedeutet, in der Feuerwehr aktiv zu sein, das Gefühl zu haben, gebraucht zu werden, an seine Grenzen zu gehen und stets Hilfe leisten zu können.“

> Das Buch „Freiwillige Feuerwehr Reinfeld 1879 bis 2014“ von Klaus Maaß ist bei Wehrführer Torben Struck unter (04533) 78 899 76, bei Klaus Vick und bei Museumsleiterin Anja Rademacher unter 20 73 45 7 zum Preis von 15 Euro erhältlich.

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erstellt am 20.Sep.2016 | 06:00 Uhr

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