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Stormarner Tageblatt

23. November 2014 | 00:38 Uhr

Exkursion nach Neumünster : Der Weg der Banane

vom

Die Klasse 10 a des Gymnasiums Trittau und Lehrer Manfred Neuber stellen im Edeka-Lager fest: Bananen haben eine vier bis fünf Wochen lange Reise hinter sich.

Trittau | An einem Wintertag Mitte Januar unternahmen wir - die Klasse 10 a des Gymnasiums Trittau - eine Exkursion zum Edeka Lager Nord in Neumünster. Als wir mit dem Reisebus auf dem riesigen Lagergelände ankamen, begrüßte uns Eberhard Kienitz, der Lagerleiter des Trockensortiments, und führte uns ins Trockenlager. Von dort aus bekamen wir eine Führung durch das gesamte Logistikzentrum.
Zuerst gingen wir durch das Trockenlager. Hier arbeiten circa 290 Mitarbeiter auf 27.000 Quadratmeter. Die Mitarbeiter müssen die Artikel sortieren, umdeponieren und Bestellungen von Edeka-Märkten zusammenstellen. So ähnlich ergeht es den Angestellten im Tiefkühllager, nur die Arbeitsbedingungen sind ein wenig anders. Dort ist es nämlich minus 22 Grad Celsius kalt. Alle halbe Stunde bekommen die 40 Mitarbeiter eine Aufwärmpause und hinzukommt, dass sie mehr verdienen.
Als letztes führte uns Eberhard Kienitz durch das Frischelager, in dem Milchprodukte, Obst und Gemüse gelagert sind. Hier arbeiten 180 Mitarbeiter, und Eberhard Kienitz gestattete uns noch einen kleinen Einblick in die Anlieferung und die Kontrolle der Bananen. Dazu aber später Genaueres.
Hier ein paar weitere Fakten, die wir auf unserer Führung sammeln durften: Das Edeka Lager in Neumünster beherbergt circa 5280 verschiedene Artikel. Edeka Nord erreichte im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von circa einer halben Milliarde Euro. Die Angestellten im Logistikzentrum arbeiten durchschnittlich 38,5 Stunden pro Woche, und das Anfangsgehalt beträgt 1880 bis 2400 Euro brutto mit Prämien.
Nun aber zu den Bananen: Edeka vermarktet sie hauptsächlich auf ihre Eigenmarken "Rio Grande" und "Selection". Die beiden Marken unterscheiden sich preislich, da die Bananen der Marke "Selection" ausschließlich aus dem mittleren Bereich einer Bananenstaude kommen. Denn dort soll der Geschmack am besten sei.
Die Bananen kommen hauptsächlich aus Costa Rica oder Ecuador. Die Bananen, die bei uns im Supermarkt liegen, haben eine vier bis fünf Wochen lange Reise hinter sich. Wenn sie im Logistikzentrum in Neumünster ankommen, werden sie zunächst auf Zustand und Qualität überprüft. Aus jeder Ladung werden mehrere stichprobenartige Kontrollen durchgeführt. Der Reifegrad sollte bei der Ankunft im Frischelager zwischen Stufe drei bis vier liegen, Stufe fünf erreichen die Früchte erst im Supermarkt.
Zur Qualitätskontrolle nimmt man eine einzelne Banane und misst ihre Länge und ihre Temperatur. Solange die Länge zwischen 20,5 und 28 Zentimeter beträgt und die Temperatur zwischen 14 Grad Celsius und 18 Grad Celsius liegt, ist alles in Ordnung und die Bananen werden ins Frischelager verfrachtet. Von dort aus werden sie dann mit den circa 30 Lkw, die für das Lager Neumünster fahren, an die bis zu 250 Frischekunden pro Tag ausgeliefert. Der Lieferbereich bezieht sich auf ganz Schleswig-Holstein und bis zu den Nordseeinseln und Hamburg.

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von
erstellt am 19.Feb.2013 | 07:36 Uhr

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