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Bargfeld-Stegen : Der Supermarkt ist verkauft!

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Marktleiter sucht bereits Mitarbeiter. Die Ortskern-Planung schreitet voran. Bis zu 450 000 Euro Zuschüsse sind öglich

Sportlich geht die Gemeinde Bargfeld-Stegen an die Planungen für den Ortskern. Sie hofft dabei auf Fördermittel des Landes. Bis zu 450  000 Euro Zuschüsse könnten bewilligt werden, wenn der Antrag bis zum 7. April in Kiel vorliegt. Allerdings wurde das Projekt schon gründlich vorbereitet. In einer Bürgerwerkstatt, in Einwohnerversammlungen wie zuletzt vorgestern Abend und an mehreren runden Tischen wurde geplant.

Bis zur Sitzung des Bauausschusses am 27. März können noch Anregungen erfolgen. Die Gemeindevertretung tagt dann am 3. April, um den Antrag endgültig zu beschließen. Zunächst hatte Bürgermeister Andreas Gerckens aber erfreuliche Neuigkeiten: Der Supermarkt ist verkauft, der neue Eigentümer Ulrich Harwarth hat einen städtebaulichen Vertrag mit der Gemeinde geschlossen. „Außer der Nutzung als Supermarkt sind wir dabei keine Verpflichtungen eingegangen“, sagte Gerckens.

Zum 1. April sucht der Marktleiter Mitarbeiter. Wann er definitiv eröffnen wird, ist noch nicht bekannt. Drei Bäume an der Bundesstraße 75, die die Sicht auf den Markt verdecken, werden beseitigt. Auch auf dem Dorfanger und im Mittelweg müssen einige Bäume gefällt werden.

Landschaftsarchitektin Urte Schlie brachte etwa 40 interessierte Einwohner im Bürgerhaus auf den aktuellen Stand. Die Hochbeete am Mittelweg werden danach durch niedrigere Bepflanzung ersetzt. Der Ablauf des Dorfteichs an der Stirnseite muss erneuert werden. „Das Rohr mit 30 Zentimeter Durchmesser ist für heutige Verhältnisse nicht mehr geeignet“, so Gerckens. Es wird ersetzt durch ein Rohr mit einem Meter Durchmesser und weiter nach Süden verlegt. Am alten Ablauf ist ein Holzdeck vorgesehen, das dann mit dem Nordwestufer verbunden wird. Es ist bereits jetzt mit einer Steintreppe zum Teich hin abgestuft. Die meisten Ideen brachten die Bürger ein.

Gewünscht wird vielfach eine Verkehrsberuhigung im Mittelweg. Das ist aber nur begrenzt möglich, etwa mit Schwellern. Die Kaufleute seien auf Kundenparkplätze angewiesen, so der stellvertretende Bürgermeister Carsten Unger: „Die Geschäfte sterben bei einer Verkehrsberuhigung. Diese Kröte müssen wir schlucken.“ Die Bevölkerung hat einen Pavillon oder eine Konzertmuschel auf dem Anger mehrheitlich abgelehnt, weil zu teuer. Auch der Denkmalschutz wünscht das nicht. Einem möglichen zweistöckigen Neubau des Supermarkts würde er indes nicht widersprechen. Abgelehnt wird mehrheitlich ein Ankauf des Gebäudes Mittelweg 5 durch die Gemeinde, das manche als Seniorenzentrum vorgeschlagen hatten.

Offener soll auch der Vorplatz am Bürgerhaus werden. Richtung Anger soll ein befestigter Notparkplatz für Feuerwehreinsätze entstehen. Er könnte auch als Festplatz dienen. Das Interesse an einem Wochenmarkt ist nur gering. Auch die Eigentümer wurden befragt. Aus dem Mittelweg kam aber kein einziger Fragebogen zurück. Auch die Sperrung des Mittelwegs für Busse und den Schwerlastverkehr wird abgelehnt. Das Projekt zur Dorferneuerung wird aus verschiedenen Fördertöpfen finanziert, das Programm heißt „Gemeinschaftsaufgabe Landwirtschaft und Küstenschutz“. Durch die Beteiligung breiter gesellschaftlicher Gruppen an der Planung wurde ein wichtiges Kriterium dafür erfüllt.





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