zur Navigation springen

Stormarner Tageblatt

04. Dezember 2016 | 13:24 Uhr

Stormini : Der Auszug aus der Kinderstadt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stormini 2016 in Trittau ist Geschichte. Der Geschäftsführer des Kreisjugendrings zieht positive Bilanz. 2017 soll es in Reinbek weitergehen.

Langsam drehte Stormini-Bürgermeisterin Amira den Schlüssel im imaginären Kinderstadtor um. Dann musste die 13-Jährige gemeinsam mit Ansgar Büter-Menke vom Kreisjugendring verkünden, dass nach einer Woche die Stormini-Auflage 2016 vorbei ist.

259 Kinder wurden von ihren Eltern abgeholt, während sich die 200 Teamer und Helfer daran machten, das Gelände am Trittauer Sportpark aufzuräumen, damit es noch am Sonnabend übergeben werden konnte.

„Es ist sehr gut gelaufen“, sagte KJR-Geschäftsführer Uwe Sommer sichtlich erfreut, „abgesehen von Heimweh und einigen Kleinigkeiten gab es keine Probleme, höchstens mal Mückenstiche“, erzählt er. Einen Betreuer erwischte es bei einem Unfall des Logistikteams aber doch etwas schlimmer. Er schnitt sich beim Arbeiten eine Fingerkuppe ab, konnte aber bei der Abschlussfeier trotzdem dabei sein und schon wieder über sein Missgeschick lachen.

Büter-Menke hob hervor, dass das Prinzip Stormini sehr gut gelebt worden sei. Dazu gehöre es auch, dass Konflikte gelöst und Toleranz wirklich sichtbar werde. Er berichtete von zwei Vorfällen, bei denen Stormini-Bewohner von ihrem Gegenüber „auf das Übelste beschimpft und beleidigt worden waren.“ Doch beide Male gingen die „Opfer“ damit offensiv um. Sie sprachen das Problem öffentlich an oder waren sogar dazu bereit, auf den „Täter“ zuzugehen und ihm zu verzeihen. „Ich muss sagen, dass mich das emotional berührt. Das nötigt uns allen Respekt ab. Hier wurde das Stormini-Prinzip wirklich als Miteinander gelebt“, so Büter-Menke.

Beim Abschied und der letzten gemeinsamen Vorführung des Stormini-Songs flossen bei vielen Kindern und einigen Betreuern Tränen. Ein Beleg dafür, dass der Zusammenhalt tatsächlich sehr gut gewesen sein muss in den gemeinsamen sieben Tagen. Trotzdem freuten sich viele Kinder auch darüber, Eltern und Geschwister wiederzusehen, die zum Teil schon ungeduldig warteten. „Wir sind alle etwas kaputt, aber glücklich“, zog Uwe Sommer kurz Bilanz. Trittaus Bürgermeister Uwe Mesch bedankte sich für die tolle Zusammenarbeit mit den Stormini-Bewohnern. „Ich habe mich bei euch sehr wohl gefühlt“, sagte er sichtlich gerührt. 2017 wird die Kinderstadt für neun bis dreizehnjährige Kinder in Reinbek aufgebaut.  

zur Startseite

von
erstellt am 01.Aug.2016 | 17:52 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen