zur Navigation springen

Stormarner Tageblatt

03. Dezember 2016 | 01:27 Uhr

Kreisstadt : Das schmeckte Oldesloe

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

15. Grünkohlfest am verkaufsoffenen Sonntag lockte wieder Jung und Alt in die Innenstadt.

Der „Grünkohlsonntag“ ist ein Hit. Seit 15 Jahren gibt es das Grünkohlfest als größte Veranstaltung dieser Art im Norden und auch gestern war Gastronom Rainer Hinz für die Hauptattraktion des Einkaufssonntags in der Innenstadt verantwortlich. Wie in den Vorjahren standen die ersten Grünkohlfans schon vor Öffnung des Zeltes auf dem Marktplatz Schlange.

Hunderte gefüllte Teller gingen über den Tresen. „Es lief wieder sehr gut. Und ich freue mich über all die guten Rückmeldungen“, so Hinz. Trotzdem werde es in dieser Form für ihn das letzte Mal gewesen sein. „Die körperliche und organisatorische Belastung sowie das finanzielle Risiko sind hoch. Ich muss da einfach kürzer treten“, sagte Hinz. Außerdem müsse er zugeben, dass er sich von der Stadt etwas „stiefmütterlich behandelt fühle“. Weder das Veranstaltungsmanagement noch der neue Bürgermeister seien zum Probe-Grünkohlessen in seinem Hotel erschienen. „Dafür, dass das mal so gedacht war, dass das eine Veranstaltung der Stadt für die Stadt ist, ist das enttäuschend“, sagte er.

Positiver als die nicht vorhande persönliche Würdigung durch die Stadtverwaltung sei die Kooperation mit dem Marketingverein „Wir für Bad Oldesloe“ gelaufen. „Die helfen, wie sie können, und haben mir auch aus dem Budget, das sie von der Stadt bekommen, einen Förderanteil abgegeben“, so Hinz. Er hoffe im nächsten Jahr mit seinem beliebten Grünkohl Teil eines Gourmetfestivals werden zu können, dass auch auf einem verkaufsoffenen Sonntag stattfinden könne.

„Zusammenhalt ist ein wichtiger Faktor. Es gibt viele, die sagen, dass etwas gemacht werden soll in Bad Oldesloe und nur wenige, die es durchführen.“Das sieht auch Marco Schmidt, Filialleiter des Modehauses Rohde und Mitglied im Wir-Verein, so. „Es machen schon mehr mit, als bei den letzten Ausgaben. Das ist positiv. Aber da ist Luft nach oben. Es gibt noch Cliquenwirtschaft. Aber daran arbeiten wir“, so Schmidt.

Es helfe schon, dass noch mehr Geschäftsleute Aktionen vor ihren Läden anbieten. Anders als zunächst gedacht werde aber – Stand jetzt – weder der Wir-Verein noch die Agentur Prodibra, die für die Einkaufskampagne verantwortlich ist, im nächsten Jahr für die verkaufsoffenen Sonntage verantwortlich sein. „Wir werden wohl einen Gewerbeverein gründen und auf die Unterstützung der Stadt zählen. Das scheint die einzige Lösung“, so Schmidt.

Welch positive Strahlkraft der Sonntag hat, zeigte sich bei „Wollywood“. Alexandra Breckwoldt kam extra aus Neumünster in das Geschäft von Susanne Relling-Peters. Erfahren hatte sie vom verkaufsoffenen Sonntag im Internet bei Instagram. „Das zeigt, welche Chancen auch gerade das Internet für Geschäfte und Bad Oldesloe bietet, auch wenn das leider noch mancher nicht erkennt“, so Susanne Relling- Peters.

zur Startseite

von
erstellt am 07.Nov.2016 | 05:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen