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Stormarner Tageblatt

05. Dezember 2016 | 15:40 Uhr

Bargteheide : Das Ende eines Provisoriums

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neue Räume für die Tafel: Ausgabestelle Bargteheide zieht nach 20 Jahren von der Lindenstraße an die Hamburger Straße um.

Darauf haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafel-Ausgabestelle Bargteheide wie auch ihre bedürftigen Kunden lange gewartet: In wenigen Wochen wird die „Filiale“ der Ahrensburger Tafel e.V. / Lebensmittel für Bedürftige nach langjährigem, beengtem Provisorium im Kirchenbürogebäude der Ev. Kirchengemeinde an der Lindenstraße endlich geeignete Räumlichkeiten nur 100 Meter entfernt vom bisherigen Standort in einem früheren Malergeschäft an der Hamburger Straße 7 beziehen.

Der entsprechende Mietvertrag für das mehr als 100 qm große Erdgeschoss des Wohn- und Geschäftshauses läuft seit Anfang Juli. Den größten Teil der moderaten Miete trägt die Stadt. Den Rest übernimmt die Ev. Kirche;. Die Tafel zahlt die monatlichen Nebenkosten. Zwischenzeitlich hat der neue Hausbesitzer in den meisten Räumen bereits einen lebensmittelgerechten Fußbodenbelag verlegen lassen. Eine neue Küchenzeile folgt demnächst.

„Tafelmitarbeiter nehmen jetzt in Eigenarbeit ergänzende Umbauarbeiten und vor allem die Einbauten einer gespendeten Ladeneinrichtung mit Regalen und Kühlmöglichkeiten vor“, wie Tafel-Vorsitzender Johannes Kelp (Ahrensburg) ausführte. Vor wenigen Tagen hat die Tafel an den zahlreichen Fensterflächen blickdichte Folien anbringen lassen. Auch die Beschriftung mit Tafel-Emblemen an den früheren Schaufenstern des Ladengeschäfts weist schon für jedermann sichtbar auf die künftige Bestimmung des Gebäudes hin.

Kernstücke des neuen, lichtdurchfluteten Tafel-Ladens sind der eigentliche Ausgaberaum (43 qm), ein 30 qm großer Lagerraum mit Kühlgeräten und ein kleiner Pausenraum mit Teeküche für die ehrenamtlichen Tafelhelferinnen und -helfer. Die Warenanlieferung durch die fünf tafeleigenen Kühlwagen erfolgt bequem von der Gebäude-Rückseite auf kurzem Wege direkt ins Lager.

Der Ausgabetermin für die Nahrungsmittel bleibt unverändert freitags von 15 bis 16.30 Uhr. Allerdings wird es ein verändertes Nummernsystem für die Ausgabe geben, von dem man sich neben anderen Erleichterungen auch kürzere Wartezeiten für die Tafelkunden erhofft. „Unsere knapp 20 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer freuen sich auf die neue Ausgabestelle und die damit verbundenen besseren Arbeitsbedingungen“, so Waltraud Giese, seit 20 Jahren Leiterin des Bargteheider „Ladens ohne Kasse“ und seit 2002 Vorstandsmitglied der Ahrensburger Tafel. „Der Ev. Kirchengemeinde sind wir sehr dankbar für gut zwei Jahrzehnte kostenloses Gastrecht.“

Am 1. März 1996 war die Ausgabestelle eröffnet worden. Die Kirchengemeinde Bargteheide stellt der Tafel seitdem für die wöchentliche Ausgabe stundenweise einen 40-Quadratmeter-Raum im alten Pastorat samt einer 15-qm-Garage als kurzfristige Lagermöglichkeit mit begrenzten Kühlmöglichkeiten zur Verfügung. Diese Kapazitäten waren schon vor Jahren an ihre Grenzen gestoßen und spätestens seit Beginn der großen Flüchtlingswelle im Frühherbst 2015 nur noch mit immensem persönlichem Mehraufwand beherrschbar. Gegenwärtig holen fast 100 Bedürftige jeden Freitag für sich und ihre Familien Lebensmittel ab.





















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