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Stormarner Tageblatt

09. Dezember 2016 | 12:37 Uhr

Bargteheide : „Dank für tolle Jahre der Zusammenarbeit“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Letzte Amtshandlung für Bürgermeister Görtz bei der Feuerwehr: Drei Einsatzfahrzeuge auf einen Schlag in Dienst gestellt und ein Glasbild als Geschenk.

Letzte Amtshandlung für Bargteheides scheidenden Bürgermeister Dr. Henning Görtz bei „seiner“ Feuerwehr – und was für eine: Gleich drei Mercedes-Einsatzfahrzeuge für zusammen 223  000 Euro wurden am Wochenende feierlich in Dienst gestellt. Das hatte es in dieser Form in der 135-jährigen Geschichte der Wehr noch nie gegeben. Und dazu eine hierzulande nicht eben häufige Zeremonie führte Pastor Jan Roßmanek aus: die Segnung der neuen Einsatzfahrzeuge. Mit einem Dankgebet stellte er das rote Trio „unter Gottes Schutz und Segen“, getreu dem Feuerwehr-Leitspruch „Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr“. Die Fahrzeuge mögen den Menschen stets eine wirkungsvolle Hilfe sein, sowohl den Hilfsbedürftigen als auch den Einsatzkräften.

Der Kommandowagen (KdoW) „Florian Stormarn 50/10/01“ war erst am Vortag vom Feuerwehr-Ausrüster in Stockelsdorf / bei Lübeck in Bargteheide angeliefert worden. Er ersetzt ein 17 Jahres altes Vorgängerfahrzeug, das bis 2014 als Einsatzleitfahrzeug diente und jetzt verkauft werden soll. Die beiden anderen Neubeschaffungen sind zwar schon seit Januar 2014 bzw. November 2014 im Einsatz, wurden aber erst jetzt – auch aus Gründen der Sparsamkeit – offiziell übergeben: ein Einsatzleitfahrzeug (ELW 1) und ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF). Der umfangreiche Fuhrpark der Wehr besteht nunmehr aus zehn Einsatzfahrzeugen, von denen die drei ältesten Großfahrzeuge allerdings schon 31, 25 bzw. 19 Jahre alt sind.

Von Hand zu Hand gingen die symbolischen Fahrzeugschlüssel vom Mercedes-Beauftragten Thorsten Krupp (Hamburg) über Bürgermeister und Wehrführer Wolfgang Schramm an die zuständigen Akteure in Führungsgruppe und Jugendfeuerwehr. Die Sicherheit und zeitgemäße Ausstattung der Wehr – die jährlich immerhin 150 bis 200 Mal mal ausrücken muss – habe für die Stadt und ihn persönlich stets im Vordergrund gestanden, so der Verwaltungschef. Gut 200  000 Euro habe die Stadt für die drei Neufahrzeuge aufgebracht. Einen fünfstelligen Zuschuss „für über die DIN-Norm hinausgehende Zusatzausstattung“ steuerte der seit vier Jahren bestehende „Förderverein FF Bargteheide“ bei, wie dessen Vorsitzender Ulrich Korn ausführte.

Die Feierstunde nahm die 85-köpfige Wehr einschließlich Jugendwehr zum Anlass, Bürgermeister Görtz eine Woche vor dessen Dienstantritt als Stormarner Landrat gebührend zu verabschieden. Schramm überreichte dem bisherigen Dienstvorgesetzten der Wehr „als Dank und zur Erinnerung für knapp siebeneinhalb Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit“ und gleichzeitig „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ ein Glasbild des 1977 erbauten und inzwischen mehrfach erweiterten Hilfszentrums.

Görtz seinerseits dankte der Wehr seiner Heimatstadt für „tolle Jahre der Zusammenarbeit“, die ihm viel Spaß gemacht hätten. Besonders freue ihn, dass noch vor Ende seiner Bürgermeister-Tätigkeit „ein ganz großes Millionenprojekt zwischen Stadt und Feuerwehr“ auf den Weg gebracht werden konnte: der geplante Neubau der Feuerwache an der Bahnhofstraße unweit des Seniorendorfes und des Schulzentrums. Der vorgeschriebene europaweite Architekten-Wettbewerb könne jetzt angeschoben werden, und auch die erheblichen Haushaltsmittel stünden bereit.

Wie bei allen Feuerwehr-Hauptversammlungen der Vorjahre trug Görtz letztmalig bei einem Feuerwehr-Termin in Bargteheide eine knallgelbe, mit roten Feuerwehrfahrzeugen bedruckte Krawatte, die er 2008 von seinem Vorgänger, Altbürgermeister Werner Mitsch, übernommen hatte. Längst kein zeitgemäßes modisches Accessoire mehr, sondern inzwischen ein „buntes Symbol der Verbundenheit zwischen Stadt und Feuerwehr“, wolle er dieses „Krawatten-Unikat von 1997“ an seinen künftigen Bürgermeister-Nachfolger weiterreichen.



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