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Stormarner Tageblatt

09. Dezember 2016 | 14:40 Uhr

Damit es in der Lehre rund läuft

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neues Angebot: Assistierte Ausbildung / Einige Plätze sind noch frei

Ausbildungsbetriebe unterstützen ihre Auszubildenden nach besten Kräften. Doch manchmal treten Probleme auf, bei denen auch engagierte Ausbilder an ihre Grenzen stoßen. Gerade kleinere Betriebe haben häufig nicht die Kapazität, ihren Auszubildenden bei allen auftretenden Problemen zu helfen. Ein neues Angebot der Agentur für Arbeit ist die „assistierte Ausbildung“ mit einer Begleitung und beständigen Unterstützung in der Ausbildung. Ihr Ziel: der erfolgreiche Ausbildungsabschluss. Unternehmen aus den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg haben die Chance, sich unterstützen zu lassen – in beiden Kreisen sind noch einige Plätze frei.

Die „assistierte Ausbildung“ ist ein Förderinstrument der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, das es jetzt im zweiten Jahr gibt. „Damit werden Unternehmen und Auszubildende in der Ausbildung individuell begleitet“, erklärt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe. „Die Hilfen reichen von der klassischen Nachhilfe leistungsschwächerer Schüler bis zur Unterstützung bei der Bewältigung privater Konflikt- oder Krisensituationen, die einen Ausbildungserfolg gefährden könnten. Auszubildende wie auch Ausbildungsbetriebe profitieren von der Begleitung durch erfahrene Bildungsträger.“

Thorsten Bialke, Inhaber der Malerei Mundt in Ahrensburg, weiß die Unterstützung der „assistierten Ausbildung“ bereits zu schätzen. Ebenso wie Azubi Luis Ludewig, der sich im 2. Ausbildungsjahr zum Maler und Lackierer befindet und mit Hilfe der Sozialpädagogin Marlen Franzki intensiv an der Bewältigung aller Anforderungen arbeitet, die in der Ausbildung anstehen.

Gefördert von der Arbeitsagentur nimmt das Jugendaufbauwerk der Kreishandwerkerschaft Stormarn die Trägerschaft der „assistierten Ausbildung“ in Stormarn wahr. Hier ist Sozialpädagogin Marlen Franzki eine Ansprechpartnerin. Für Luis Ludewig koordiniert sie einmal die Woche nach der Berufsschule den Stützunterricht und berät ihn sozialpädagogisch. Franzki steht dabei nicht nur mit dem Auszubildenden, sondern auch mit Ausbilder Bialke und den Berufsschullehrern in regelmäßigem Kontakt. „So habe ich ein regelmäßiges Feedback von allen Seiten und kann einwirken, sobald sich Probleme abzeichnen“, erklärt Marlen Franzki.

Ausbilder Bialke schätzt die Begleitung: „Das ist eine echte Hilfe für Luis und für uns als Ausbildungsbetrieb. Natürlich unterstützen auch wir unsere Auszubildenden. Das geht aber leider immer nur bis zum gewissen Grad.“

Und wie findet Luis selbst die zusätzliche Begleitung? „Ich nehme die Unterstützung gerne an, weil ich selber merke, dass ich Fortschritte mache. Persönlich kann ich das auf jeden Fall nur empfehlen“, so Luis. Gemeinsam arbeiten alle jetzt auf die Zwischenprüfung hin, die für Luis im März kommenden Jahres ansteht.

Als Träger der „assistierten Ausbildung“ weiß Dennis Hauke von der Kreishandwerkerschaft Stormarn aus seiner Erfahrung zu berichten: „Viele Betriebe geben jetzt auch schwächeren Bewerbern eine Chance. Insbesondere bei deren Ausbildung kann die „assistierte Ausbildung“ eine Unterstützung sein. Gerade für kleine Betriebe ist sie gut geeignet. Ihnen fehlt es häufig einfach an den notwendigen Kapazitäten, um sich um auftretende Probleme kümmern zu können. Hier bietet die „assistierte Ausbildung“ eine individuell abgestimmte Begleitung und Hilfe.“

>Kontakt: Unternehmen, die sich für die assistierte Ausbildung in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg interessieren, können sich direkt an ihren persönlichen Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service wenden oder über die zentrale Service-Hotline 0800/4 5555 20* Kontakt aufnehmen. Grote-Seifert: „Wir prüfen die Fördervoraussetzungen und übernehmen die Kosten.“



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erstellt am 21.Okt.2016 | 18:12 Uhr

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