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Bargteheide : „Da guckst du“ – vier Preise für KGB-Schüler

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das ist ein besonderer Erfolg: Beim Videowettbewerb des Bildungsministeriums ging die Hälfte der Preise ans Gymnasium nach Bargteheide.

Gleich vier von acht Preisen heimsten jetzt die 9. Klassen des Kopernikus Gymnasiums Bargteheide ein. Sie wurden für ihre Videobeiträge zum Thema duale Ausbildung ausgezeichnet. Unter dem Titel „Da guckst du: Was duale Ausbildung alles kann!“, hatte das Bildungsministerium den Wettbewerb ausgeschrieben. Gestern überreichte Staatssekretär Dirk Loßack den Schülern ihre Urkunden. Zudem erhält der Förderverein des KGB 2400 Euro, denn jeder der Preise ist mit 600 Euro dotiert.

In ihren Videos stellen die Schüler Ausbildungsberufe wie Friseur, Elektriker, Apotheker, Schneiderin oder Tanzlehrerin vor. Erarbeitet wurden sie im Wahlpflichtkurs Medienkunde unter Leitung von Kathrin Anders. Gedreht wurde unter anderem in der Rathaus Apotheke, bei Elektro Timm und den Beruflichen Schulen in Ahrensburg. Mit Nahaufnahmen, Kameraschwenks und Totalen nutzten die Schüler die gängigen Techniken. Besonders fasziniert hatte sie offensichtlich die moderne Lagerhaltung in der Apotheke, die vollautomatisiert von Robotern erledigt wird.

Zunächst interviewten drei Schüler den Staatssekretär, der vor seinem Einzug ins Bildungsministerium als Schulleiter gearbeitet hat. „Dort bin ich der zweite König unter der Ministerin“, so Loßack. Nach der Landtagswahl im Mai sei das möglicherweise zu Ende. „Vermutlich kehre ich dann nicht an die Schule zurück, es gibt andere Angebote für mich.“

Welche Persönlichkeiten ihn beeindruckt hätten, wollte Laura wissen. „Willy Brandt“, lautete die Antwort, „wegen ihm bin ich in die SPD eingetreten.“ Im Wettbewerb gehe es um Berufsorientierung. „Ich werbe für das duale Ausbildungssystem“, so Loßack zu den Schülern, „sie sollten sich nicht nur auf ein Studium fokussieren.“ Das System sei ein Erfolgsmodell und habe dazu beigetragen, dass Deutschland die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Europa verzeichne. „Es gibt einen großen Bedarf an Facharbeitern, viele verdienen mehr Geld als Uni-Absolventen.“ Die Karrierechancen seien gleichwertig und alle weiteren Bildungswege stünden nach einer Berufsausbildung offen.


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