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Stormarner Tageblatt

06. Dezember 2016 | 17:05 Uhr

Bund spendet 600 000 Euro für Möllner Orgel

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Scherer-Bünting-Orgel in Mölln zählt zu den Instrumenten mit dem ältesten Pfeifenbestand im Norden. Für die notwendige Sanierung erhält die wertvolle Orgel jetzt einen Zuschuss vom Bund in Höhe von 600  000 Euro, wie Hartmut Ledeboer, Vorsitzender des Möllner Orgelbauvereins, am Montag bekannt gab.

Einschließlich der notwendigen Umbaumaßnahmen in der Möllner Stadtkirche wird mit Kosten in Höhe von 1,7 Millionen Euro gerechnet. „Mit der Förderung haben wir unverhofft ein großes Stück aus dem Kuchen rausschneiden können.“

Noch heute erklingen in Mölln gotische Orgelpfeifen aus dem frühen 15. Jahrhundert. „Wir haben hier eine der wertvollsten Orgeln im Land, mit den ältesten Pfeifen im historischen Prospekt deutschlandweit“, so Hans-Martin Petersen, Orgelsachverständiger der Nordkirche. Mit der niederländischen Orgelbaufirma Flentrop soll im Herbst 2017 der Restaurierungsvertrag geschlossen werden. Die Sanierung wird mehr als zwei Jahre dauern.

240  000 Euro hat der Orgelbauverein bereits gesammelt. Es fehlen noch 860  000 Euro. Davon möchte der Orgelbauverein bis Ende 2017 60  000 sammeln. Weitere Gelder sollen vom Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg und der Nordkirche kommen.

Für ihren Einsatz für die Möllner Orgel wurden drei Bundestagsabgeordnete ausgezeichnet. Nina Scheer (SPD), Norbert Brackmann (CDU) und Konstantin von Notz (Grüne) erhielten aus der Hand von Ledeboer Urkunden zu Orgel-Ehrenpatenschaften. Ledeboer: „Sie sind jetzt Paten dreier Orgelpfeifen, die zusammen im Dreiklang die Tonart C-Moll ergeben.“

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erstellt am 24.Okt.2016 | 15:37 Uhr

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