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Stormarner Tageblatt

05. Dezember 2016 | 15:43 Uhr

Boogie-Woogie: Spaß für Frauen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Ahrensburgerin Ulrike Gaate belebt eine Männer-Domäne

Boogie-Woogie wurde von Männern mit großen Händen erfunden. Kein Wunder, dass heutzutage neben hunderten Männern nur fünf Frauen sind, die sich international einen Namen in Sachen Boogie-Woogie gemacht haben. Eine von ihnen ist die Ahrensburgerin Ulrike Gaate, und die hat es sich jetzt zur Aufgabe gemacht, für weiblichen Nachwuchs im Boogie-Woogie-Geschäft zu sorgen – und das auch in der Schlossstadt.

„Man muss keine Noten lesen können, um Boogie-Woogie zu spielen. Er wird auch gar nicht in Noten festgehalten. Aber man sollte das Klavier einigermaßen beherrschen, kein absoluter Anfänger sein“, sagt Ulrike Gaate. „Mit Nachwuchs ist es im Boogie Woogie allgemein schwer, weil so manche Musikkneipe in Hamburg verschwunden ist, wo man sich Tricks und Kniffe abschauen konnte“, berichtet Gaate.

„Boogie Woogie wird von Musiker zu Musiker weitergegeben. Ich möchte das nun auch machen und habe mir dabei Frauen und Mädchen als Zielgruppe ausgesucht“, sagt die Musikerin. „Wir finden, dass das eine wunderbare Idee ist. Es hat sich in unseren Erfahrungen auch mit anderen Projekten gezeigt, dass es Sinn macht, Angebote nur für Frauen aufzuziehen. Sie fühlen sich dann oft wohler und freier“, erläutert Armin Diedrichsen, Programmdirektor des Marstalls, der betont, dass der Workshop „nicht als Konkurrenz zu Musikschulen oder Musiklehrern zu sehen ist. Es geht speziell um Boogie-Woogie.“ Am 29. Mai soll die Premiere stattfinden.

„Sollte es ein Erfolg werden, kann ich mir gut vorstellen, das fortzusetzen. Auch öffentliche Jams und ein Konzert könnte dann ein Thema werden. Es geht jetzt darum, für diese Musikrichtung zu begeistern und erste Basics zu lehren“, beschreibt Gaate ihre Idee. „Natürlich wäre es ein Traum, wenn sich da nachhaltig viel mehr draus entwickelt. Boogie-Woogie sei eine Musik, die gute Laune macht– eine Musikrichtung, die Improvisieren und Jams schneller ermöglicht als der oft hochkomplexe Jazz. Sie selbst hat die anatomischen Probleme (der kleineren Frauenhände) spezieller Bassfiguren durch Tricks und besondere Spieltechniken gelöst. Diese wolle sie nun anderen Frauen vermitteln. Die Ahrensburgerin kam durch alte Schallplatten ihres Großvaters auf den Geschmack des Boogie- und des Bluespianos. Sie spielte längst mit den Größen der Szene von Gottfried Böttger über Axel Zwingenberger bis hin zu Joja Wendt zusammen. „Wir freuen uns, dass wir mit Ulrike Gaate hier so ein besonderes und einmaliges Projekt auf die Beine stellen können. Wir sind schon sehr gespannt“, so ein begeistertet Diedrichsen.

>Der Workshop findet am Sonntag, 29. Mai, im Ahrensburger Marstall statt. Anmelden können sich Teilnehmerinnen unter www.gaateboogie.de oder über den Marstall (info@marstall-ahrensburg.de).

>Die Teilnahme am sechstündigen Workshop kostet 40 Euro.

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erstellt am 28.Apr.2016 | 17:09 Uhr

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