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Stormarner Tageblatt

09. Dezember 2016 | 08:48 Uhr

Ahrensburg : Blutspender seit der Bundeswehrzeit

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Dieter Bothe, langjähriger Leiter der Ahrensburger Grundschule Reesenbüttel, ließ sich zum 125. Mal Blut abzapfen.

Seit seinem Dienst bei der Bundeswehr spendet Dieter Bothe Blut. „Das ist für mich eine Kleinigkeit für einen großen Zweck“, sagt er, „und es schadet mir nicht.“ Und notfalls könne er damit helfen, ein Leben zu retten. Dass es beim „Bund“ dafür einen Tag Urlaub gab, war ein angenehmer Nebeneffekt. Doch dabei ist es nicht geblieben, der langjährige Leiter der Ahrensburger Grundschule Reesenbüttel, der auch das Schulzentrum am Heimgarten mit aufgebaut hatte, erschien jetzt zum 125. Mal zu einer Spende. In der Selma-Lagerlöf-Schule ließ sich der Pensionär einen halben Liter Blut abzapfen.

Neun ehrenamtliche Mitarbeiter aus dem DRK-Ortsverein betreuen die Spender, schmieren Brote, kochen Kaffee und Tee. Sechs Fachkräfte des Blutspendedienstes in Lütjensee übernehmen die eigentliche Arbeit, darunter zwei Ärztinnen, die alle Spender untersuchen. Zuvor haben die einen Fragebogen ausgefüllt. Nach Auslandsaufenthalten in Risikogebieten wird da gefragt, nach Medikamentenkonsum und Erberkrankungen.

„Schon die Einnahme einer Aspirin-Tablette verändert die Blutwerte“, sagt Till Quint, Öffentlichkeitsreferent des Blutspendedienstes. Streng vertraulich wird auch nach der sexuellen Orientierung gefragt, denn männliche Anhänger des gleichen Geschlechts werden nicht zugelassen. „Sie müssen sich aber nicht outen, diese Angaben bleiben anonym“, so Quint.

Jeder Blutspender muss seinen Ausweis dabei haben, denn auf dem Blutspenderausweis gibt es kein Foto. Nach der Spende und einer kurze Ruhephase wird ein kleiner Imbiss angeboten. „Das ist immer lecker“, sagt Dieter Bothe in Vorfreude.

125 Blutspenden erreicht ein Spender nur dann, wenn er über viele Jahre, oft sogar Jahrzehnte hinweg regelmäßig zur Blutspende geht. Denn gesunde Männer können maximal sechs Mal im Jahr einen halben Liter ihres Lebenssaftes spenden, Frauen maximal vier Mal in 365 Tagen. „Männer haben mehr Blutzellgewebe“, erklärt Quint diese Regel.

Er wünscht sich in Zukunft mehr Spender: „Ältere Menschen sind sehr aktiv, aber die Jüngeren brechen uns weg.“ Der Verlust werde durch Neuspender nicht aufgefangen. Jeder gesunde Erwachsene im Alter zwischen 18 und 65 Jahren kann Erstspender werden. Wer schon als Spender registriert ist, kann das sogar bis zum Alter von 73 Jahren tun.

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