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Stormarner Tageblatt

08. Dezember 2016 | 21:07 Uhr

Spitzenspiel : „Bessere Physis setzt sich durch“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Gipfeltreffen in der Fußball-SH-Liga: Oliver Zapel, Trainer des SV Eichede, sieht sein Team gegen Eutin 08 körperlich und technisch im Vorteil. Es könnte eine Vorentscheidung im Titelrennen fallen.

Am morgigen Sonntag (14 Uhr) ist es soweit: In der Fußball-SH-Liga steigt das Gipfeltreffen. Neue Spannung im Titelkampf – oder Vorentscheidung zugunsten des SV Eichede? Klar ist: Wenn der Tabellenführer aus Stormarn beim Zweitplatzierten aus Eutin im Rennen um die Qualifikation zur Aufstiegsrunde in die Regionalliga Nord antritt, gibt es keine klare Rollenverteilung. „Wenn Erfahrung gleichbedeutend wäre mit Qualität, dann wären die Eutiner im Vorteil. Geht es aber darum, wer über die bessere Physis verfügt, die schnelleren Spieler hat und technisch beschlagener ist, würde ich uns vorn sehen“, analysiert Eichedes Coach Oliver Zapel. Der – buchstäblich – Stärkere würde sich also durchsetzen.

Wie gut die Physis der Stormarner ist, haben sie unlängst am Mittwoch beim 2:0-Erfolg in der „Schlammschlacht“ von Hartenholm bewiesen. Ein Spiel, in dem es in erster Linie darauf ankam, dem unbequemen Gegner über die körperliche Präsenz den Schneid abzukaufen und so einen Pflichtsieg einzufahren (wir berichteten).

Stellvertretend für das Auftreten der Zapel-Elf stand wieder einmal Arnold Lechler, der mit dem Führungstreffer nach zuvor schon zwei Doppelpacks somit sein fünftes Tor im dritten Spiel hintereinander feiern durfte. Mit jetzt 15 Saisontreffern hat sich der 24-Jährige zum Goalgetter gemausert und seinen (langzeitverletzten) Teamkollegen Ian Prescott Claus in der Rangliste überholt. „Von seinen vorhandenen körperlichen Kräften ist Arnold ja sogar für ganz andere Sportarten prädestiniert. Doch inzwischen klappt es auch auf dem Platz gut bei ihm. Mit seiner Schnelligkeit erarbeitet er sich Vorteile und münzt die in Zählbares um. Er schießt Traumtore und hat eine tolle Ausstrahlung“, lobt Zapel seinen Angreifer, der seit Sommer 2013 am Ernst-Wagener-Stadion kickt – und sicherlich auch in Eutin gern Zählbares vorweisen würde, um den Abstand auf die Ostholsteiner auf acht Punkte anwachsen zu lassen.

Die hatten sich am vergangenen Wochenende eine 0:1-Pleite gegen Holstein Kiel II geleistet und stehen nun unter Zugzwang. Wie schnell es nämlich gehen kann, zeigt der TSB Flensburg: Noch vor drei Wochen sah alles nach einem Dreikampf an der Spitze aus. Mittlerweile ist der Meisterzug für das Team von Joachim Press abgefahren – auch, weil die Fördestädter im Duell mit dem SVE mit 0:2 unterlagen.

Der große Trumpf dieser Tage ist bei den Stormarnern, neben der Physis, die mannschaftliche Geschlossenheit. „Bei uns läuft das schon sehr gut. Trotz verletzungsbedingter Ausfälle und eigentlich nicht vorhandener Breite im Kader, zeigt das Team Stärke und überzeugt vor allem auch mental“, sagt Zapel beeindruckt.

Eine tragende Rolle in diesem Kollektiv kommt auch beim Gipfeltreffen Kapitän Nico Fischer zu. „Das Match in Eutin wird ein sehr wichtiges Spiel werden – aber es wird nicht das alles entscheidende sein. Danach sind noch einige Spiele zu spielen, und diese Saison hat gezeigt, dass alle Spitzenteams ihre Ausrutscher hatten“, betont der 26-Jährige, der angesichts der Tabellenkonstellation sagt: „In Eutin erwarte ich keinen Feinkost-Fußball, eher ein enges Spiel mit vielen intensiven Zweikämpfen, das bis zum Schluss spannend bleiben wird.“

Sein Eutiner Gegenpart, Sönke Meyer, in der Spielzeit 2011/2012 selbst beim SV Eichede aktiv, sagt: „Das Spiel gegen Eichede ist zweifelsfrei wichtig und in einer gewissen Form auch entscheidend. Trotzdem haben wir nach dem SVE-Spiel noch genug schwere Aufgaben wie den SV Todesfelde oder TSB Flensburg vor der Brust. Die Meisterschaft wird bis zum letzten Spieltag offen bleiben, beide Teams haben noch alle Chancen.“

Der Vorteil aber scheint aber aufseiten der Stormarner zu sein, die ohne Druck aufspielen und mit einem Auswärtssieg schon für eine Vorentscheidung sorgen könnten. „Natürlich sähe die Welt mit dann womöglich acht Punkten Vorsprung schon ganz anders aus. Das wäre in gewisser Weise eine Vorentscheidung – durch wären wir damit im Titelrennen aber trotzdem noch nicht“, erklärt Eichedes Coach Oliver Zapel und betont: „Wir haben eine gute Chance, den nächsten Schritt zu machen. Aber diese Möglichkeit haben wir uns eben auch selbst erarbeitet.“

Infos zum Spiel

 

Anpfiff: Sonntag, 14 Uhr, Steinredder, Eutin.

Schiedsrichter: Tim Becker (Segeberg).

Nicht dabei beim SV Eichede: Joao Nunes Correia (Achillessehnenriss), Marco Schubring (Schambeinentzündung), Ian Prescott Claus (Kreuzbandriss) und Michael Löw (Innenbandverletzung).

Fraglich: Ridel Monteiro (Knie), Eudel Monteiro (Fußprellung).

Voraussichtliche Aufstellung SV Eichede: Barkmann – E. Monteiro, Krajinovic, G. Schubring, Fischer – Bojarinow – Mokhlis, Maltzahn, Ulaga, Oldag - Lechler.

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