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Siek : „Bei Wasserschäden spielt die Zeit eine große Rolle“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Sieker Unternehmen entwickelt energie- und zeitsparendes Trocknungsgerät für Wasserschäden

Wenn die Männer der Bronzel GmbH anrücken, dann gibt es dafür einen triftigen Grund: Einen Wasserschaden zum Beispiel – nach einem Brand oder einer Überschwemmung. So, wie im vergangenen Jahr, als die Großhansdorfer Feuerwache nach einem Wolkenbruch „Land unter“ meldete. Das in Siek beheimatete Unternehmen ist auf die Beseitigung von Wasserschäden spezialisiert. Das Unternehmen will in Eigenregie ein Trocknungsgerät entwickeln, das Zeit und Strom erheblich reduziert, dafür gab es jetzt von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) eine Förderzusage des Landes Schleswig-Holstein in Höhe von 182  000 Euro.

„Im Normalfall arbeitet ein Trocknungsgerät mit konstanter Leistung, meist nicht zu regulieren“, erläutert Geschäftsführer Marc Bronzel, „diese Methode ist für den sich ständig verändernden Trocknungsprozess nicht optimal." Das Unternehmen ist dabei, ein Gerät zu entwicklen, das über Sensoren den Feuchtigkeitswert der entzogenen Luft misst und seine Einstellungen entsprechend ampasst, dadurch können 15 Prozent der Trocknungszeit und 70 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden. Das Projekt ist noch in der Erprobungsphase, „wir haben etwa 25 Prozent geschafft“, erklärte Projektleiter Uwe Scheuer. Geplant ist, das neue Gerät am Standort Siek zu produzieren, dadurch sollen 15 neue Arbeitsplätze entstehen. „Bei Wasserschäden spielt die Zeit eine große Rolle, zum Beispiel in Arztpraxen oder Krankenhäusern, je schneller alles wieder trocken ist, desto eher kann nach der Renovierung die Arbeit wieder aufgenommen werden“, betonte Marc Bronzel und bezifferte die Entwicklungskosten auf eine halbe Million Euro.

Wirtschaftsminister Meyer lobte die Entwicklung als „intelligentes, Zeit und Energie sparendes Produkt, das deutschlandweit hervorragendes Marktpotenzial hat. Die Zubehörteile sollen von regionalen Lieferanten kommen, das ist ein positiver Effekt für Schleswig-Holstein.“

Arbeitsminister Meyer übergab stellvertretend für landesweit acht Beratungsstellen Frau & Beruf einen Zuwendungsbescheid an den „Förderverein für Arbeit und Bildung in Stormarn“ in Bad Oldesloe. Vorsitzende Marion Gurlit kann sich über 100  000 Euro für den Zeitraum 1. Januar 2017 bis 30. Juni 2018 freuen. Gurlit: „Der Förderverein ist seit 19 Jahren Träger der Beratungsstelle in Stormarn. Es gibt jetzt bis Mitte 2018 Planungssicherheit.“ Frau & Beruf Stormarn gehört zu dem vom Land geförderten flächendeckenden Beratungsangebot rund um den Berufseinstieg und Rückkehr in die Erwerbstätigkeit, das Frauen kostenlos in Anspruch nehmen können. Meyer: „Mit der passgenauen Beratung bei Frau & Beruf wollen wir g Frauen den Weg in die Berufstätigkeit erleichtern.“










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