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Stormarner Tageblatt

30. März 2017 | 18:46 Uhr

Ahrensburg : Barrierefreiheit ist am Zug

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Großprojekt „Barrierefreier Ausbau der U 1“ in den Walddörfern wurde jetzt erfolgreich abgeschlossen.

Symbolischer Schlussakt auf der U  1 in den Walddörfern: Mit der Inbetriebnahme der Aufzüge in den Haltestellen Ahrensburg Ost und West sowie Schmalenbeck wurde des Großprojekt „Barrierefreier Ausbau der U  1“ offiziell abgeschlossen. In Ahrensburg durchschnitten Verkehrsminister Reinhard Meyer und Landrat Dr. Henning Görtz das rote Band mit Bürgermeister Michael Sarach, in Großhansdorf mit Bürgermeister Janhinnerk Voß.

Ab sofort bieten diese Haltestellen auch älteren Menschen, Eltern mit Kinderwagen und Fahrgästen mit Handicap einen einfachen und bequemen Zugang zur U-Bahn. Ab Ende März wird auch die Haltestelle Buckhorn in Hamburg barrierefrei zu erreichen sein. Für die Hamburger Hochbahn AG war es eines der größten Projekte der vergrgangenen Jahrzehnte. Mehr als 40  000 Menschen pendeln täglich zwischen Stormarn und Hamburg, so Meyer: „Die U1 ist mit 55 Kilometern die längste U-Bahn Deutschlands, darum ist es überaus erfreulich, dass sie eine Vorreiterrolle für das Thema Barrierefreiheit übernimmt.“

Anfang April 2016 startete das Projekt. Neben Aufzügen wurden taktile Leitsysteme für sehbehinderte Menschen eingebaut und die Bahnsteige erhöht. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und weil alle drei Haltestellen als „Einfaches Kulturdenkmal“ klassifiziert“ sind, mussten für alle Bahnhöfe spezifische Lösungen gefunden werden.

Um die Auswirkungen auf die Fahrgäste und den Betrieb so gering wie möglich zu halten, wurde die Barrierefreiheit mit anderen Arbeiten gebündelt. Schwellen, Schienen und Stromschienen wurden ebenso saniert oder erneuert wie sieben Brücken, darunter die Brücke Waldreiterweg, die beim Orkan im November 2013 durch eine entgleiste U-Bahn beschädigt worden war.

„Der barrierefreie Ausbau von insgesamt sechs Haltestellen auf dem nordöstlichen Ast der U1, die Erneuerung und Instandsetzung von sieben Brücken sowie umfangreiche Gleisbauarbeiten in weniger als einem Jahr waren ein echter Kraftakt“, so Jens-Günter Lang, Technik-Vorstand der Hochbahn. Der termingerechte Abschluss innerhalb des geplanten Kostenrahmens sei „ein echtes Teamergebnis aller Beteiligten, auf das wir stolz sind.“

In Ahrensburg-West mussten der Bahnsteig verlängert und die Gleise verschwenkt werden. Gleichzeitig wurde ein neuer Fahrgastunterstand errichtet. Die Haltestelle wird täglich von rund 3000 Fahrgästen genutzt. Die Kosten betrugen zwei Millionen Euro. In Ahrensburg-Ost musste nicht nur ein Turm für den Aufzug, sondern auch ein Verbindungsbauwerk zum Bahnsteig gebaut werden. Das alte Gebäude wurde aufgefrischt und mit elektrischen Türen ausgestattet. 1,4 Millionen Euro wurden in die Haltestelle investiert, die von rund 1500 Fahrgäste täglich genutzt wird. In Schmalenbeck waren gleich zwei Aufzüge und eine neue Verbindungsbrücke zwischen Gebäude und Bahnsteig nötig. Auch dort wurden ein neuer Unterstand und E-Türen eingebaut. Knapp 1700 Fahrgäste nutzen die Haltestelle täglich. Die Kosten waren mit 2,4 Millionen Euro am höchsten.

Gefördert wurden die Umbauten durch das Land (Nah.sh), den Kreis Stormarn und die Stadt Ahrensburg oder die Gemeinde Großhansdorf. „Barrierefreie Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe“, sagte Dr. Henning Görtz. Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach freute sich, dass „jetzt auch die U1, eine wichtige Lebensader der Stadt, barrierefrei zugänglich ist.“ Es mache das Leben für viele leichter“, so Janhinnerk Voß und Großhansdorfs Bürgervorsteher Jens Heinrich, „für mobilitätseingeschränkte Menschen ebenso wie für Senioren und Familien mit Kindern.“

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