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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2016 | 09:11 Uhr

Barnitz: Ein Dorf steckt voller Kunst

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

   Beliebt an Himmelfahrt: 21 Aussteller von Berchtesgaden bis Kiel stellen bei den sechs heimischen Gastgebern an der Trave aus

Vier Tage lang in Kunst schwelgen, entspannte Sinnlichkeit, kulinarische und musikalische Köstlichkeiten genießen, nette Begegnungen im zauberhaften Ambiente des Travetals – das ist das Kunsthandfest in Barnitz. Längst ist es weit über die Grenzen Stormarns bekannt, beliebt.

„Wir verschicken 5000 Einladungen, verteilen 10  000 Flyer – und das bei kleinem Budget“, sagt Goldschmiedin Rea Högner. Mittlerweile kommen nicht nur Privatpersonen, sondern auch Museumsleiter aus ganz Deutschland, sowie internationale Künstler zu Besuch. Im 13. Jahr sind die sechs Künstler aus Barnitz sehr erfolgreich. Ihre Herzlichkeit und Gastfreundschaft, die Aussteller aus ganz Deutschland – diesmal sind es 21 – und das besondere Ambiente in ihren Häusern und Ateliers sowie die Schönheit des idyllischen Örtchens an der Trave machen den unverwechselbaren Charme des Kunsthandfestes aus. „Neben noch unbekannten Künstlern stellen auch preisgekrönte Kunsthandwerker bei uns aus“, so Högner. Die Palette ist bunt und vielseitig. Wie an einer Perlenschnur können die Besucher von Haus zu Haus wandern.

Bei Gabriele und Friedrich Stellmach ist ein Nachwuchskünstler zu Gast. Kim Cordes näht Hosenträger der besonderen Art. Im Garten ist Steinzeug und Keramik zu sehen. Gabriele Stellmach stellt ihre neue Textilkunst-Kollektion, ihr Mann seine neuen Bilder aus Lehm vor. „Alles ist besonders. Die neuen Lehmarbeiten, die haben schon was“, meint Friedrich Stellmach bescheiden. Es sind großflächige, dreidimensionale, reliefartige Arbeiten. Ute Elisabeth Herwig stellt ihre neue Hernel-Tuchkollektion vor und zeigt neue Wickeltechniken. 500 ihrer Arbeiten sollen in einem „Bilder-Kabinett“ ausgestellt und verkauft werden. Die Künstlerin braucht Platz, weil sie im Rahmen ihres Kunststudiums Orientteppiche zerschneidet und als Malgrund nutzt. Für ihre Werke kann ein Gebot abgegeben werden.

Bei ihr zu Gast sind Dieter Gerke mit bunten Lichtsäulen, Roland Oppelt mit Korbflechtereien und Petra Schülke mit Keramikarbeiten. Herwig: „Das wird wie immer spannend. Plötzlich hat man ein ganz anders, neues Haus und neue Räume.“ Gleich nebenan bei Bildhauer Thomas Helbing sind drei„starke und sensible Frauen“ zu Gast – wie er die beiden Künstlerinnen liebevoll nennt, die in seiner Werkstatt Papierarbeiten und Bildhauer-Objekte präsentieren. „Bei mir wird es diesmal außerodentlich bunt. Ich weiß noch nicht, wie ich damit zurechtkomme“, meint der Bildhauer mit einem Augenzwinkern.

Helbing stellt einige seiner plastischen Arbeiten unter Glasglocken aus. Goldschmiedin Rea Högner zeigt ihre aktuelle Schmuckkollektion. Vier Kunsthandwerkerinnen sind bei ihr zu Gast. Keramik, Handwebereien aus Schafswolle und Ziegenhaar, sowie „Gefilzte Lebensbegleiter“ und Wandcollagen sind zu sehen.

Nebenan bei Uwe Kollschegg kann man im romantischen Obstgarten an der Trave nicht nur Kuchenspezialitäten der Barnitzer Frauen schlemmen, sondern die Werke von sieben Kunsthandwerkern bewundern. Porzellan, Schmuck, Teppiche, Porzellan, Sachen aus Seide, Taschen und Metallskulpturen – hier kommen auch die Männer auf ihre Kosten. Uwe Kollschegg selbst zeigt seine restaurierten Möbel im Saal seines Hauses. „Viele meiner Aussteller kommen gern wieder. Barnitz ist sehr erfolgreich“, sagt der Restaurator.

Auch das Musik- und Unterhaltungsprogramm kann sich sehen und natürlich hören lassen. In der Eckernförder Fußgängerzone habe sie, erinnert sich Ute Herwig, Gudrun Bädorf „aufgegabelt“, die die Besucher nun drei Tage lang mit einer „sensationellen Stimme“ und Folksongs beglücken wird. „Die „Drunken Angels“ mit Past-Time-Futur-Folk treten am Sonnabend auf, für romantische Caféhausmusik sorgen die Brüder Chakarov aus Bulgarien. Sie spielen Lieder nach Wunsch.

In und im Garten der Alten Schule sorgen Filmemacher Claus Oppermann und die aktuelle Kurzfilmrolle Schleswig-Holstein sowie das Ensemble „Liquid Soul“ mit einer Wasserstichorgel und anderen ausgefallenen Instrumenten für Unterhaltung der besonderen Art. Wer mal eine Verschnaufspause braucht, kann sich unter den Kirschbäumen an der Trave bei Uwe Kollschegg Kaffee und Kuchen und im Garten bei Ute Elisabeth Herwig Frisch-Köstlich-Salziges gönnen. Rea Högner: „Für den reibungslosen Ablauf des Verkehrs bitten wir dringend um Beachtung der Beschilderung und Parkhinweise, denn wir wollen auch weiterhin im Einklang mit der Gemeinde unser Kunsthandfest gestalten.“

>Das Kunsthandfest öffnet seine Pforten von Donnerstag, 5. Mai, bis Sonntag, 8. Mai, jeweils von 11 bis 18 Uhr. Fünf Häuser sind an diesem Tag in den Straßen Lokfeld und Trenthorster Straße für die Besucher geöffnet. Weitere Informationen über die Aussteller und das Musikprogramm finden Interessierte auf der neuen Webseite unter www.kunsthandfestbanritz.de und per Mail an mail@kunsthandfestbarnitz.de.

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erstellt am 28.Apr.2016 | 12:01 Uhr

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