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Stormarner Tageblatt

03. Dezember 2016 | 05:46 Uhr

Aufbruchstimmung in der Kulturszene

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neuer Trägerverein des Kleinen Theaters nimmt ab 1. Juli seine Arbeit auf

Der Neuanfang im „Kleinen Theater“ ist auf den Weg gebracht und soll vor allem auch eine Wirkung haben: dem Theater ein Ende bereiten. Gemeint ist damit natürlich nicht der Schauspiel- und Musikeinsatz auf der Bühne, sondern die Diskussion der vergangenen Monate und Wochen.

Ein entscheidender Punkt ist geklärt: der neue Trägerverein „Kleines Theater Bargteheide e.V.“ übernimmt neben dem „Cinema Paradiso“ mit Leiter Hans-Peter Jansen und dem Restaurant „Papillon“ von Baki Abazi das durch das Ende von KM-Management vakante „dritte Standbein“ im Haus und zusätzlich organisatorische Aufgaben, die zuvor in städtischen Händen lagen.

In dem neuen Verein geht auch der ehemalige „Förderverein Kleines Theater“ auf. „Diese Entscheidungen sind einstimmig gefallen“, erklärt der erste Vorsitzende Olaf Nehls, der gemeinsam mit Anja Libnau für die Programmgestaltung im „Kleinen Theater“ zuständig sein wird. „Wir werden den Überblick behalten, die Termine planen, eigene kulturelle Veranstaltungen auf die Bühne bringen und natürlich ergänzend mit weiteren Veranstaltern zusammenarbeiten“, so Nehls. Zu diesen gehören die neu gegründete „Theaterwerkstatt Bargteheide Blaues Wölkchen e.V.“ – die auch finanziell unterstützt werden soll – der Kulturring mit seinem Vorsitzenden Manfred Kutsche, die Laienspielgruppe des Verschönerungsvereins und das Oldie-Kabarett mit Leiter Dietmar Loeffler.

„Ich bin optimistisch, dass wir in noch anstehenden Gesprächen Lösungen finden und all diese erfolgreichen Vereine wunderbar eingebunden werden können“, sagt Nehls. „Wir suchen nicht die Konfrontation, sondern möchten Gemeinsamkeiten herstellen und das Kleine Theater für alle öffnen, die sich an der Kulturarbeit beteiligen möchten“, so Joachim Krämer, Sprecher des neuen Vereins. „Ein Ziel ist es, dass alle Veranstalter ihre Tickets über unser Ticketsystem anbieten. So kann der Besucher immer alles aus einer Hand bekommen. Es wäre schade, wenn uns das nicht mit allen Beteiligten gelingt“, so Nehls. Der Kulturring hatte bisher betont, nicht von seinem bisherigen Ticketsystem abweichen zu können. „Ich bin optimistisch, dass wir da eine Lösung mit Herrn Kutsche finden und es uns gelingt, den so wichtigen und erfolgreichen Kulturring sehr gut einzubinden“, betont Nehls.

Investiert werden soll auch in die Technik des Hauses. „Wir verschaffen uns da gerade einen Überblick und dann werden wir sehen, was vielleicht neu angeschafft werden muss. Es ist noch Geld im Budget“, so der Finanzchef des Vereins, Rainer Wiegard. Außerdem soll das Gebäude renoviert werden. Der Saal wird dann barrierefrei erreichbar sein, die sanitären Anlagen saniert werden und die Fassade „frisch und edel“ neu gestaltet. Über diese Pläne konnten die drei Partner Kino, Restaurant und Trägerverein bereits Einigkeit erzielen.

Allgemein sei einer der ersten Schritte, nun Gemeinsamkeiten auch nach außen sichtbar darzustellen. „Eine gemeinsame Homepage, ein gemeinsamer Veranstaltungskalender, gemeinsame Werbung und der gemeinsame Ticketverkauf“, betont Nehls. „Als Trägerverein werden wir außerdem bei der Programmgestaltung in Absprache mit dem Kulturring und den weiteren Veranstaltern abstimmen, was wir machen, damit es keine Überschneidungen geben kann“, so Nehls. In Sachen Programm werde man auf viele erfolgreiche Konzepte setzen, meint Anja Liebnau. „Wir sind aber auch durchaus offen für neue, junge Formate und werden auch mal was wagen“, so die stellvertretende Vorsitzende Angela Kroß. In dem neu gegründeten „Kulturbeirat“ dürfen übrigens alle Interessierten mitwirken, die das Kleine Theater mitgestalten wollen.

 

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erstellt am 24.Jun.2016 | 13:29 Uhr

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