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Stormarner Tageblatt

06. Dezember 2016 | 22:55 Uhr

Bad Oldesloe : Auf gute Nachbarschaft

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Zwei neue hauptamtliche Mitarbeiter verstärken das Team am Schanzenbarg: Täglich vor Ort

Das Nachbarschaftszentrum Schanze im Schanzenbarg 25 ist seit rund drei Jahren Anlaufstelle für mehr als 2000 Bewohner, die hier im Quartier im Südosten der Stadt leben. In einem sozial eher benachteiligten und strukturell unterversorgten Gebiet, in dem nicht immer alles rund läuft, bietet das Nachbarschaftszentrum viele Möglichkeiten, bessere soziale und nachbarschaftliche Strukturen aufzubauen.

Carolin Heyn und Holger Pareike, die seit kurzem in der Schanze hauptamtlich arbeiten, haben jede Menge Pläne und Ideen, wie ein gutes Zusammenleben im Quartier nach und nach umgesetzt und verwirklicht werden kann. Beide koordinieren ab jetzt gemeinsam das von der EU geförderte Projekt „Entwicklung und Aufbau eines Nachbarschaftshilfe-Netzwerkes“.

Vor drei Monaten begann Carolin Heyn mit ihrer Arbeit als Koordinatorin und ist seitdem täglich in der Schanze vor Ort, was sich auch schnell bei den Anwohnern herumgesprochen hat. „Die Leute sind einerseits neugierig, andererseits aber auch zurückhaltend. Beim Würstchengrillen am vergangenen Wochenende ist es aber toll gelaufen, da kamen mehr als 20 Leute“, freut sich die 26-jährige studierte Betriebswirtin, die zuvor bei der Lebenshilfe arbeitete.

„Die Weihnachtszeit steht vor der Tür, wir haben viele Ideen und planen einen Basar, für den ein Komitee aus Nachbarn gegründet werden soll“, erzählt die Ammersbekerin, der die Arbeit mit Menschen verschiedener Generationen besonders am Herzen liegt. Als neue Koordinatorin ist sie erste Anlaufstelle für neue Projekte aller Art, aber auch, wenn es Probleme, Fragen oder Konflikte gibt. Die größte Herausforderung sei es, das Vertrauen der Menschen vor Ort zu gewinnen. „Viele sind noch recht verhalten“, hat die junge Frau festgestellt. Mit Hilfe eines monatlich erscheinenden Schanze-Informationsblattes sollen möglichst bald alle Bewohner über die Arbeit des Nachbarschaftszentrums informiert werden. „Meine Tür ist jedenfalls immer offen. Wenn jemand Hilfe sucht, wird sich eine Lösung finden“, ist Carolin Heyn zuversichtlich.

Die Hochhäuser, Wohnblocks und Einfamilienhäuser im Schanzenbarg und den angrenzenden Straßen werden von ganz unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen bewohnt. Hier leben viele russischstämmige Familien, inzwischen auch Flüchtlinge und eine große Anzahl Hartz-IV-Empfänger. Doch auch viele Rentner leben hier seit Jahrzehnten recht zufrieden.
Mit Holger Pareike ist jetzt auch ein männlicher Ansprechpartner präsent. Der 61-Jährige unterstützt neun Stunden in der Woche tatkräftige seine junge Kollegin in der Schanze. „Der Vorruhestand war nix für mich“, sagt der Oldesloer, der sich jahrzehntelang auch im Sport ehrenamtlich engagiert hat. In der Schanze möchte er nun dazu beitragen, dass ein nettes und soziales Miteinander der Menschen im Quartier entsteht.

Der Oldesloer Nachbarschaftstreff Schanze hat es jetzt auch als eins von zwei Projekten aus Schleswig Holstein geschafft, im Bundeswettbewerb „Lebensqualität für alle! Gemeinsam stark sein 2016“ antreten zu dürfen. Jetzt geht es in die Bewertungsphase. Alle Projekte werden auf der Internetseite https://www.netzwerk-laendlicher-raum.de/beispiele/wettbewerb-2016/ vorgestellt. Noch bis zum 21. Oktober kann dort für die Schanze abgestimmt werden. Die am besten bewerteten Projekte werden im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2017 in Berlin prämiert. Die Sieger erhalten als Preis beispielsweise die Konzeption und Produktion eines Imagefilms zum Projekt. Das Projekt „Koordination des Nachbarschaftstreffs Schanze“ wird seit diesem Jahr über die Aktiv-Region Holsteins Herz gefördert.

Carolin Heyn ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 12 bis 15 Uhr und Mittwoch von 17 bis 19 Uhr in der Schanze erreichbar. Telefon: (04531) 8960303, Mail: carolin.heyn@schanze-od.de.

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erstellt am 27.Sep.2016 | 16:40 Uhr

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