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Camepestraße Trittau : Anlieger von der Politik enttäuscht

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kostspieliger Umbau . Anlieger: „Wenn es drauf ankommt, ist unser Engagement dann nichts mehr wert“

Die Sanierung der Campestraße wurde Anfang Februar im Bauausschuss der Gemeinde mit den Stimmen von CDU und SPD endgültig beschlossen. Zwei Gegenstimmen gab es von der BGT und den Grünen. Nötig ist sie, weil die Oberflächenentwässerung der Ende der 50-er Jahre gebauten Straße nicht mehr ausreicht. Verschieden große Rohre treffen aufeinander. Durch den Rückstau schießt das Wasser aus den Gullys und überschwemmt die niedrig gelegenen Grundstücke. Zudem kommt das Oberflächenwasser aus dem Ostlandweg und der Lindenweg hinzu, das ungebremst in die Campestraße einfließt.

Dieser Mangel muss zwingend behoben werden und ist zwischen Politik und Anwohnern auch unstrittig. Der Zweckverband Obere Bille plant neue, größere Rohre. Dazu muss sie Straße aufgerissen und ein Rohrgraben erstellt werden.

Im Zuge dieser Arbeiten, so haben die Kommunalpolitiker beschlossen, soll die Straße komplett neu asphaltiert werden, beidseitig sollen Fußwege angeleegt werden. Seit Herbst letzten Jahres beschäftigen sich die Trittauer Politiker und auch die Anwohner mit dieseem Thema. Gemäß früherer Beschlüsse soll bei einer Sanierung auf die Barrierefreiheit für Fußgänger geachtet werden. „Der Gemeinde gegenüber haben wir die Verantwortung. Wenn wir eine Sanierung angehen, dann richtig und keinen halben Kram“, sagt dazu der Bauausschussvorsitzende Jens Hoffmann. Die Anwohner hingegen halten diese Maßnahme für übertrieben. Sie hätten gerne nur die eine Seite der Straße aufgerissen und den Sandstreifen erneuert sowie belastbare Betonformsteine eingesetzt zum Abfluss des Regenwassers, um Kosten zu sparen. Sie wollen beide Fußwege mit Glensander versehen und keine Bordsteine.

„Wir haben mehrfach unsere Wünsche und Vorstellungen mit dem Bauausschuss diskutiert, wurden für unser Engagement gelobt und am Ende wird alles fast so durchgewinkt, wie ursprünglich geplant“, sagt Manfred Ziethen, einer der 22 Grundeigentümer. „Wenn es drauf ankommt, ist unser Engagement dann nichts mehr wert“, sagt Ziethen enttäuscht und wütend. Rund zwei Drittel der Anwohner hatten sich gegen die geplante Sanierung ausgesprochen. Die jetzige Entscheidung befördere Einstellungen wie „Das lohnt sich doch alles nicht“ oder „Die machen ja doch was sie wollen“, so Ziethen. Zudem wird auch noch die Beleuchtung erneuert, was die Sanierung noch mal verteuert. „Etwa 10  000 Euro kommen auf jeden Anwohner zu“, so Ziethen. Der Parkplatz am oberen Ende der Straße wird allerdings auf Gemeindekosten gepflastert.

Außerdem soll zur Geschwindigkeitsbegrenzung in den Einmündungsbereichen Ostlandweg und Lindenweg aufgepflastert werden und es werden Tempo 30 Symbole auf den Asphalt aufgebracht.Jetzt soll die Ausschreibung erfolgen. Baubeginn soll dann nach den Sommerferien sein.






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