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Stormarner Tageblatt

03. Dezember 2016 | 14:45 Uhr

Reinfeld : Alle Prüflinge haben es geschafft

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

90 Jugendfeuerwehrleute zeigten an fünf Stationen ihr Können und haben die Leistungsspange mit Bravour bestanden.

„Die Leistungsspange ist die Gesellenprüfung der Feuerwehr“, sagt Sven Hinzpeter, Pressesprecher der Stormarner Jugendwehren. Eine wichtige, schwierige Prüfung also, die im Kreis Stormarn alle drei Jahre abgenommen wird und die die Mitglieder der Jugendwehren ab dem Alter von 15 Jahren auf den Eintritt in die Einsatzabteilung vorbereitet. Kein Wunder also, dass trotz herrlichem Sonnenschein auf dem Sportplatz des SV Preußen Anspannung und Aufregung groß waren.

„Das ist nicht irgendeine Prüfung, die 90 Prüflinge haben sich Monate lang darauf vorbereitet“, erklärt Hinzpeter. An fünf Stationen mussten die Teilnehmer – zehn Gruppen mit 32 Mädchen und 58 Jungen – ihr Können unter Beweis stellen. Angereist waren fünf Jugendwehren aus dem Kreis Segeberg. Zwei Gruppen kamen aus dem Amt Nordstormarn – aus Hamberge, Reinfeld, Badendorf und Barnitz – zwei Gruppen aus dem Amt Trittau – Großensee, Trittau, Hamfelde, Grönwoldt – eine Gruppe aus Travenbrück/Rethwischfeld.

Die erste Grruppe aus dem Amt Trittau trat sehr diszipliniert zum Schnelligkeitstest. Vor dem Start versammelten sich die Mädchen und Jungen – hier herrschte eindeutig ein Mädchenüberschuss – zum Appell. Ein harmloser Fluch, wenn mal etwas nicht ganz so schnell klappt, ist hier nicht drin, denn es werden auch Haltungsnoten von den strengen Bewertern des Landesfeuerwehrverbandes vergeben. Im Ernstfall sei hier jeder auf den anderen angewiesen, da müsse jeder Handgriff sitzen, so Hinzpeter. Zum perfekten Löschtrupp gehöre nun einmal auch die Disziplin.

Die Jugendwehren aus dem Amt Trittau hatten es drauf: Das Schläucheausrollen und Zusammenstecken auf Schnelligkeit klappte einwandfrei. Ein oder zwei „Verdreher“ im Schlauch, schon wären die Jugendlichen draußen gewesen. Auch die anderen Gruppen aus Stormarn konnten die Schläuche ohne Fehler in der vorgegebenen Zeit ausrollen.

Weiter ging es zum sportlichen Prüfungsteil: Staffellauf und Kugelstoßen. Anschließend der wohl schwierigste Part der Leistungsspange: Der Löschangriff nach Feuerwehrdienstvorschrift. Jeder Jugendliche hat hier seine spezielle Aufgabe und wird im Schlauch- oder Wassertrupp, als Maschinist, Melder oder Gruppenführer eingesetzt. Da müssen die Abläufe perfekt aufeinander angestimmt, Schläuche nach vorgegebenen Abläufen und Mustern zusammengesetzt werden, bis am Ende das Wasser aus zwei Rohren spritzen und sogar noch ein Ersatzschlauch griffbereit angeschlossen werden kann.

Nach dieser Übung bei 28 Grad im Schatten in voller Montur – obwohl die Wertungsrichter „Marscherleichterung“ zuließen, so dass die Übungen auch ohne Jacke absolviert werden durften – war am Ende der theoretische und letzte Prüfungsteil das kleinste Problem. Sven Hinzpeter zieht eine positive Bilanz: „Wir können stolz auf unseren Stormarner Nachwuchs sein. Alle Stormarner Gruppen haben die Leistungsspange mit Bravour bestanden. Nächste Woche geht es mit weiteren Stormarner Gruppen in Bad Malente weiter.“





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erstellt am 12.Sep.2016 | 06:15 Uhr

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