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Stormarner Tageblatt

27. September 2016 | 17:32 Uhr

Großhansdorf : Achtung, U1-Brücke „im Anflug“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das war Feinarbeit mit einem Schwerlastkran: Die Reparatur der beim Orkan beschädigten Brücke kostete rund 250 000 Euro. Ab 21. Oktober soll der Zugbetrieb wieder normal laufen.

Präzise schwebt die 36,5 Tonnen schwere Stahlkonstruktion zwischen den seitlichen Stützen am Haken des 400-Tonnen-Autokrans. Nur Millimeter trennen das Schwergewicht noch von den Widerlagern, Feinjustierung, dann liegt die 17,40 Meter lange Brücke der U1 auf. Gestern Nachmittag wurde die letzte von sieben Brücken der Linie U1 wieder eingehoben. Das hat gut 30 Minuten gedauert. Ab Freitag, 21. Oktober, soll die Bahn wieder planmäßig zwischen Großhansdorf und Hamburg pendeln.

„Das war doch ein Leichtgewicht“, sagt einer der Monteure nach dem erfolgreichen Einhub, „da hatten wir schon ganz andere Gewichte am Haken.“ Auch Projektleiter Jens Schulze von der Hamburger Hochbahn AG strahlt unter seinem roten Schutzhelm. „Alles ist perfekt gelaufen, vorher macht man sich viele Gedanken, ob auch alles passt.“

Die erst im Jahr 2007 eingehängte Brücke über den Waldreiterweg war im Dezember 2013 schwer beschädigt worden. Durch den Orkan „Xaver“ war ein Baum auf das Gleisbett gestürzt, eine herannahende U-Bahn zerteilte den Baum, entgleiste und rammte in voller Fahrt die Brücke. Ein vier Meter langes Teilstück musste beim Brückenhersteller in Dessau abgetrennt und neu angefertigt werden. Die Kosten der Reparatur und aller notwendigen Arbeiten betragen insgesamt rund 250  000 Euro. Die Hochbahn hatte seit Mitte Juni zwei Bahnhöfe entlang der Strecke barrierefrei umgebaut – Ahrensburg Ost und Ahrensburg West – und zahlreiche kleinere Brücken saniert.



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