zur Navigation springen

Stormarner Tageblatt

06. Dezember 2016 | 09:17 Uhr

Bad Oldesloe : Achtung – Herz unter Stress!

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das letzte Gesundheitsforum in diesem Jahr widmet sich der Behandlung von Bluthochdruck, Diabetes und hohem Cholesterin.

Jeder vierte Deutsche leidet an Bluthochdruck. Wird Hypertonie nicht behandelt, drohen gravierende Folgen, zum Beispiel für Herz, Gehirn und Nieren – und schlimmstenfalls der Tod. „Herz unter Stress: Behandlung bei Bluthochdruck, Diabetes und hohem Cholesterin“ ist das Thema des Gesundheitsforums der Asklepios Klinik, des Stormarner Tageblatts und der Barmer GEK am kommenden Mittwoch, 16. November, ab 19 Uhr im Bürgerhaus. Referenten des Abends sind Dr. Agnes Wolny und Thomas Thielsen, Oberärzte der Kardiologie an der Asklepios Klinik Bad Oldesloe.

Die beiden Kardiologen werden sich folgenden Aspekten widmen: Kann Stressabbau den Blutdruck senken? Gibt es Alternativen zu Medikamenten und deren Nebenwirkungen? Außerdem werden die Entstehung und Ursachen von Schlaganfall, Herzinfarkt und Herzschwäche beleuchtet. Wann muss Bluthochdruck immer behandelt werden und welche neuen Methoden gibt es? Welche Bewegung ist sinnvoll und welchen Einfluss haben eine Diabetes-Erkrankung und zu hohe Blutfettwerte? Fragen über Fragen, die mit den beiden Referenten an diesem Abend diskutiert werden können.

Dr. Agnes Wolny wird sich in ihrem Vortrag dem Bluthochdruck und dem Herzinfarkt widmen. „Bluthochdruck und Herzinfarkt sind nicht mehr typische Alterserkrankungen. Immer mehr junge Menschen sind davon betroffen“, weiß die Oberärztin. „Unbehandelter Bluthochdruck kann zu schweren gesundheitlichen Komplikationen, wie etwa zu Nierenschäden bis hin zum Nierenversagen führen“, warnt die Kardiologin. Begünstigt würden zudem Herzerkrankungen und Durchblutungsstörungen. Umso wichtiger sei es für die Betroffenen zu wissen, wie sie der Krankheit selbst wirksam begegnen können. Wichtige Maßnahmen seien beispielsweise das regelmäßige Messen und Protokollieren der Blutdruckwerte beim Hausarzt, regelmäßige körperliche Ausdauerbewegung, salzarme Ernährung sowie die konsequente Einnahme eventuell verschriebener Medikamente.

Thomas Thielsen wird in seinem Vortrag auf den Einfluss von Diabetes auf das Herz sowie hohe Blutfettwerte eingehen. Mehr als drei Viertel aller Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 sterben an Herz-Kreislauferkrankungen, vor allem aber am Herzinfarkt. Etwa die Hälfte aller Diabetiker leidet an Herzschwäche. Eine Herzinsuffizienz wird bei ihnen häufig zu spät erkannt, da viele Patienten zu Beginn der Erkrankung keine Beschwerden verspüren. „Bereits im frühen Stadium kann eine Herzschwäche mit einfachen Untersuchungen wie Ultraschall und EKG erkannt werden“, sagt Thielsen.

Der gebürtige Kieler arbeitet seit Juli dieses Jahres in der Asklepios Klinik und ergänzt das Team um Kardiologie-Chefarzt Dr. Frank Hennersdorf. „Je frühzeitiger es gelingt, einen Diabetes zu diagnostizieren, desto schneller kann eine gezielte Behandlung einsetzen. Dabei sollte nicht nur Wert auf eine gesunde Lebensführung und die Normalisierung des Blutzuckerspiegels gelegt werden. Wichtig sind auch eine gerinnungshemmende Therapie und Maßnahmen zur Senkung der Blutfettwerte“, betont der Kardiologe. Denn etwa jeder dritte Bundesbürger hat zu hohe Blutfettwerte. Ab einem Alter von 60 ist jeder zweite an einer Hyperlipidämie erkrankt, was das Risiko eines Herzinfarkts oder einer Herzerkrankung erhöht. Entscheidenden Einfluss auf zu hohe Blutfettwerte haben ungünstige Lebensstilfaktoren, wie falsche Ernährung, Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel und Stress. Deshalb helfen ein aktiver, gesunder Lebensstil, Gewichtsreduktion und eine ausgewogene Ernährung in vielen Fällen, die Stoffwechsellage zu verbessern.

Das Gesundheitsforum am Mittwoch, 16. November, beginnt um 19 Uhr im Bürgerhaus, Mühlenstraße 22. Volker Zarp von der Deutschen Herzstiftung ist mit einem Infostand zugegen. Der Eintritt ist frei.









zur Startseite

von
erstellt am 11.Nov.2016 | 09:44 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen