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Ammersbek : 2050 Unterschriften für einen Kreisel

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Gegner einer Ampel–Lösung an der Hoisbütteler Mühle wollen noch nicht aufgeben.

Innerhalb von nur einer Woche hat die Initiative „Unfallstelle Ammersbek“ via Internet 2050 Unterschriften für einen Kreisel an der Hoisbütteler Mühle gesammelt. Lediglich 50 Teilnehmer an der Umfrage sprachen sich für eine Ampel aus. Die haben der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr und die Unfallkommission beschlossen. Die Anlage soll Anfang Mai gebaut werden.

Nach Ansicht des Ahrensburger Verkehrsingenieurs Eckehard Knoll ist der Landesbetrieb von falschen Zahlen ausgegangen. Er habe höhere Unfallkosten im Vergleich zu einer Ampel angegeben. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) komme in ihrem Forschungsbericht zu einem anderen Ergebnis. „Die Kosten sind genau gleich, wenn man nicht regelkonform gebaute Knotenpunkte herausrechnet“, sagt der Sprecher der Initiative. Der Landesbetrieb habe sich auf ein Zwischenergebnis bezogen. Im Fazit sei hingegen für beide Varianten die gleiche Unfall-Kostenrate zu finden, nämlich 4,6 Euro pro 1000 Fahrzeuge. Das hätten ihm zwei Autoren der Studie bestätigt. Das Argument sei deshalb nicht stichhaltig.

„Ich will die Ampel nicht schlechtreden“, sagt Knoll, „aber ein Kreisel hat viele Vorteile.“ Kürzere Wartezeiten, dadurch weniger Abgase. weniger Wartungs- und Unterhaltungskosten führt er ins Feld. Auch die Geschwindigkeit der Autos werde gedämpft. Nachteil sei die längere Bauzeit: „In diesem Jahr könnte geplant werden, im Herbst 2018 wäre der Kreisverkehr fertig.“ Während der Bauzeit sei eine Ampel ohnehin notwendig. Und beim Bau könne das bisher nicht sanierte Teilstück der Landesstraße von der Hoisbütteler Mühle bis zum Ortsschild gleich mit erneuert werden.

Die Diskussion über eine Lösung wogt seit vor einem Jahr ein Motorradfahrer dort tödlich verunglückte. 19 000 Fahrzeuge passieren den Knotenpunkt an Werktagen.
Mit einer Petition an den Landtag hatten die Befürworter eines Kreisverkehrs versucht, das Ruder in letzter Minute herumzureißen. Die Initiative sammelt weiter Unterschriften (www.unfallstelle-ammersbek.de), die Daten sollen nach Auswertung umgehend gelöscht werden. Mitmachen können alle Stormarner sowie die Einwohner von Hamburg-Wandsbek.

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