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Lokales

08. Dezember 2016 | 07:04 Uhr

Lauenburg : Schnee auf Bäumen wird zur Gefahr

vom

Im Süden von SH hat es so viel geschneit, dass Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen.

Geesthacht | Der heftige Schneefall  der vergangenen Tage sorgt jetzt für lebensgefährliche Situationen in den lauenburgischen Wäldern: Weil vor allem Eichen und Buchen noch viel Laub tragen, hält sich an den Bäumen ungewöhnlich viel Schnee. Unter der außergewöhnlichen Last brechen immer wieder große Äste ab. „Es ist jetzt wirklich riskant in den Wald zu gehen, obwohl es eigentlich gerade so ein richtig schöner Winterwald ist“, berichtet André Guiard, Förster des Eigenbetriebs Kreisforsten aus Hamwarde. Er rät, Wälder zurzeit zu meiden, sollte das nicht gehen, die Hauptwege nicht zu verlassen.

Die Feuerwehren im Lauenburgischen waren bereits mehr als 50 Mal im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu beseitigen oder lose in Baumkronen hängende abgebrochene Äste zu bergen.

<p>Der viele Schnee bleibt wegen der vielen Blätter auf den Bäumen hängen.</p>

Der viele Schnee bleibt wegen der vielen Blätter auf den Bäumen hängen.

Foto: Timo Jann
 

„Wir hatten dieses Jahr noch keinen ordentlichen Herbststurm, deshalb sind die Bäume oft noch voll mit Blättern“, sagte Jan Andersen von der Feuerwehr Grünhof-Tesperhude. Er war mit seinen Kollegen vor allem auf der Bundesstraße 5 Richtung Schnakenbek im Einsatz. Aber auch an der Max-Planck-Straße, an der Krümmelstraße, am Runden Berg, an der ehemaligen Jugendherberge an der Berliner Straße sowie an der Elbuferstraße hieß es für die Feuerwehren aus Geesthacht und Grünhof-Tesperhude in den Einsatzmeldungen „Baum droht zu fallen“. Ebenso waren die Wehren aus Lauenburg, Büchen, Gudow und Schimlau im Einsatz. Die Ratzeburger Wehr fuhr mit ihrem Teleskopmastfahrzeug bis nach Grambek, um dort beim Zersägen von Bäumen zu helfen.

Nur zufällig wurden Mittwochmorgen zwei dicke abgeknickte Äste in der Krone einer Eiche an der Erich-Kästner-Straße in Grünhof-Tesperhude entdeckt. Ein Mann war beim Schneeschieben gestürzt und hatte sich vermutlich einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen. Während ein Notarzt-Team den Mann versorgte, bemerkten die Retter knackendes Holz und entdeckten dann über sich die dicken Äste. Von der Drehleiter der Feuerwehr aus konnten sie sicher gekappt werden.

„Ich gehe davon aus, dass sich die Situation entspannt, sobald der Schnee von den Bäumen ist“, sagt Guiard. Vorerst soll es aber kalt bleiben.

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erstellt am 09.Nov.2016 | 11:52 Uhr

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