zur Navigation springen

Schleswiger Nachrichten

28. Februar 2017 | 18:12 Uhr

Schleswig : Zauberei und Zahlenspiele

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

180 Gäste kamen zum Neujahrsempfang der Schleswiger Volksbank. Der Vorstand präsentierte dabei eine positive Bilanz.

„Ein zauberhafter Abend“ – unter dieses Motto hatte die Schleswiger Volksbank ihren Neujahrsempfang gestellt. Und tatsächlich: Ein leibhaftiger Zauberer namens „Markuso“ entführte die 180 Gäste am Donnerstagabend im Waldschlösschen in die Welt der Magie, als er ein junges Mädchen auf der Bühne zur schwebenden Jungfrau machte oder seine ganz eigene Interpretation einer Überweisung vorführte. So wanderten mehrere Münzen auf wunderbare Weise vom einen in den anderen Sack.

Alles andere als Zauberei sind die Zahlen zum Geschäftsjahr 2014, die die Volksbank ihrem Publikum präsentierte. Bei der Bilanzsumme erwarte man einen Anstieg um 27 Millionen auf 635 Millionen Euro, erklärte Vorstand Holger Siem. Das Volumen der Kundenkredite stieg demnach ebenfalls um 27 Millionen auf 417 Millionen Euro, was zum größten Teil auf die Geschäftsfelder Landwirtschaft, erneuerbare Energie, Handel und private Baufinanzierung zurückzuführen sei. Die Kundeneinlagen wuchsen um etwa zehn Millionen auf 406 Millionen Euro an, so Siem weiter. Die genauen Zahlen – auch zum Jahresergebnis – wird das genossenschaftliche Geldinstitut im Frühjahr vorlegen. Aber für Siem und seinen Vorstandskollegen Karsten Petersen steht fest: „Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.“ Und das trotz der schwierigen Rahmenbedingungen wie dem niedrigen Zinsniveau und dem hohen Regulierungsdruck durch den Gesetzgeber.


Filialschließungen verteidigt


Zugleich verteidigten die beiden Vorstände sowie Aufsichtsratschef Randolf Haese die Entscheidung, zum Ende dieses Monats drei von 17 Geschäftsstellen zu schließen: in Fahrdorf, Ulsnis und Sterup. „Wir haben es geschafft, maßvolle Lösungen zu finden“, meinte Haese.

Dass sich grundsätzlich ein sorgfältiger Umgang mit Zahlen empfiehlt, das verdeutlichte Björn Christensen, Professor für Statistik und Mathematik an der Fachhochschule Kiel und Autor der Kolumne „Achtung: Statistik“ im Wochenend-Journal unserer Zeitung. In launiger Weise machte er das Publikum mit den Tücken von Statistiken vertraut. Als ein Beispiel führte er die bundesweite Kriminalitätsstatistik an, bei der Frankfurt regelmäßig den wenig ruhmreichen Spitzenplatz einnehme. Die Erhebung, die die Zahl der Straftaten in Bezug zur Einwohnerzahl setzt, lasse völlig außer Acht, dass die Mainmetropole über den größten Flughafen in Deutschland verfüge. Dort würden naturgemäß viele Delikte aufgedeckt. Das bedeute aber nicht, dass Frankfurt auch die gefährlichste Stadt sei, betonte Christensen.

Eine weit erfreulichere Statistik konnten die Gastgeber des Neujahrsempfangs präsentieren. Die Volksbank hatte im vergangenen Jahr Jugendmannschaften von zwölf Vereinen mit einer Spende von jeweils 2000 Euro bedacht. Stellvertretend nahmen nun Vertreter des MSC Bennebek (Kartslalom), der Stapelholmer SG (Tennis) und des FC Angeln (Fußball) einen symbolischen Riesenscheck entgegen.

zur Startseite

von
erstellt am 11.Jan.2015 | 07:56 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen