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Schleswiger Nachrichten

10. Dezember 2016 | 19:36 Uhr

schleswig : Was wird aus den Gemeindehäusern?

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die evangelische Kirche steht vor einer Entscheidung über die Zukunft ihrer Immobilien.

Als die drei evangelischen Kirchengemeinden in der Stadt sich im vergangenen Jahr zur neuen Großgemeinde zusammenschlossen, hatte das auch einen handfesten Hintergrund: Mit immer weniger Mitgliedern fällt es der Kirche schwer, ihre Immobilien zu unterhalten und auszulasten: Michaelis-Süd, Michaelisberg, Friedrichsberg, die Domhalle, ein Gemeindehaus an der Paulus-Kirche und eines am Brautsee. Noch in diesem Herbst will der Kirchengemeinderat über ein Gebäudekonzept entscheiden.

Dabei sollen die Bürger ein Wort mitreden. Am Sonnabend, 17. September, lädt der Kirchengemeinderat zu einer Veranstaltung ein, auf der die verschiedenen Modell-Varianten vorgestellt werden. „Die Schleswiger sind eingeladen, darüber zu diskutieren, ihre Meinung zu sagen und dem Kirchengemeinderat ihre eigenen Ideen und Wünsche für die Entscheidung mitzugeben“, sagt Pastor Michael Dübbers, der Vorsitzende des Kirchengemeinderates.

Es ist nicht das erste Mal, dass die evangelische Kirche in Schleswig sich verkleinert. Vor elf Jahren wurde die Friedenskirche am Husumer Baum abgerissen. Wo sie einst stand, befinden sich heute Reihenhäuser. Die übrigen Kirchen – das betont Dübbers – stehen nun aber nicht zur Disposition. Im Mittelpunkt der Überlegungen stehen vielmehr die Gemeindehäuser Michaelis-Süd (Stadtweg 88), Michaelisberg (Bismarckstraße 12b), das Gemeindehaus an der St. Paulus-Kirche (Königsberger Straße 18) und die Domhalle (Norderdomstraße 4). „Fest steht, dass einige Häuser, wie zum Beispiel am Brautsee oder auf dem Friedrichsberg wichtige Zentren der Kirchengemeinde bleiben werden und damit nicht zur Diskussion stehen, genauso wie all unsere Kirchen“, betont Dübbers. Das Elisabeth-Beling-Haus am Husumer Baum soll also ebenso erhalten bleiben wie das Gemeindehaus auf dem Grundstück der einstigen Friedenskirche. Im Fokus der Veranstaltung stehen drei Grundmodelle für die Zukunft der Gebäude, die der Kirchengemeinderat als die überzeugendsten Varianten ausgemacht hat und näher erläutern möchte. Alle haben gemeinsam, dass sich die Gemeinde von zumindest einem der Gebäude trennt. Nähere Angeben machte Dübbers noch nicht. Bekannt ist aber, dass schon lange darüber diskutiert wird, auf welches der beiden Gemeindehäuser in der Innenstadt man in Zukunft verzichten kann. Das Michaelis-Gemeindehaus im Stadtweg 88 (am Übergang zum Lollfuß) gehörte vor der Gemeindefusion zur Michaelisgemeinde. Das Gemeindehaus auf dem Michaelisberg (Bismarckstraße, nördlich der Nospa) gehörte zur Domgemeinde. Hier ist auch der Jugendtreff Friedom untergebracht.

Die Diskussionsveranstaltung am 17.    September im Gemeindehaus auf dem Michaelisberg beginnt um 14.30 und soll bis 18 Uhr dauern. Vor der Veranstaltung können sich Interessierte ein eigenes Bild von den Gebäuden machen, um die es geht. Von 12 bis 14.30 Uhr sind die Gemeindehäuser Michaelis-Süd und Michaelisberg sowie das Gemeindehaus an der Paulus-Kirche sowie die Domhalle geöffnet. Es werden Führungen angeboten. Schon wenige Tage nach der Diskussionsveranstaltung wird der Kirchengemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung das endgültige Gebäudekonzept beschließen und danach öffentlich bekanntgeben.

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