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Schleswiger Nachrichten

10. Dezember 2016 | 12:01 Uhr

Kropp: Wettbewerb „The Big Challenge“ : Was heißt das auf Englisch?

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Rahel Jenkins war die Beste von 104 Schülern aus Kropp.

Einen Tisch kauft man im Möbelgeschäft, Bein und Fuß verbindet der Knöchel – auf Deutsch ist das sofort klar, aber was heißt das auf Englisch? Und was isst der Engländer eigentlich zum Frühstück? Diese und 42 weitere Fragen waren Teil des Englischwettbewerbs „The Big Challenge“, an der die sechsten Klassen der Kropper Geestlandschule teilgenommen haben. Die zu Deutsch „große Herausforderung“ wurde 1999 in Frankreich entwickelt und findet einmal im Jahr statt. 2016 nahmen europaweit 600  000 Schüler der Klassen fünf bis neun daran teil, mehr als ein Drittel davon kam aus Deutschland. In Schleswig-Holstein haben sich 7103 Schüler von 57 Schulen beteiligt.

„Jetzt geht’s los!“ riefen einige Schüler ungeduldig in der kleinen Aula der Geestlandschule, die mit US-Flaggen und „We love English“-Poster geschmückt war. Zunächst bekam jeder Schüler ein Zertifikat für seine erfolgreiche Teilnahme. Als dann Imke Pannbacker auf der Bühne das Wort ergriff, herrschte sofort Ruhe. Die Englisch-Lehrerin verkündete die schulinterne Rangliste und rief die Schüler gruppenweise vom 104. bis zum ersten Platz auf die Bühne. „Für jeden von euch gibt es Präsente“, erklärte sie. Es gab englische Mickey-Maus-Hefte, Schülerkalender, Flaggen, Vokabelhefte oder Poster. Gewinnerin der Schule wurde Rahel Jenkins aus der 6b, die mit 300 von 350 möglichen Punkten den 21. Platz in Schleswig-Holstein und deutschlandweit immer noch Platz 217 erreichte. Medaille und Hauptpreis, ein digitaler Sprachenübersetzer, blieben allerdings liegen – Rahel war krank. Einen großen Applaus von ihren Mitschülern gab es trotzdem.

Die Idee zur Teilnahme hatte Englisch-Lehrerin Martina Harmsen. „In unserer Schule hat jeder Jahrgang immer eine Sonderveranstaltung im Jahr – bei den sechsten Klassen war es die Teilnahme an der Big Challenge“, erklärte sie. Beginn war im Januar mit einer Einführung in den Online-Wettbewerb. „Die Übungseinheiten haben die Schüler zu Hause am PC gemacht“, so die Lehrerin. Hinzu kam Unterricht in einem der beiden Computerräume der Schule. Diese Form des Lernens sei für die Schüler sehr motivierend gewesen und ihrer digitalen Lebenswelt angepasst, meinte sie. „Wir stehen im Wettbewerb mit Smartphone und Laptop, daher ist es eine zeitgemäße Alternative zum Schulbuch“, fuhr Martina Harmsen fort. „Der Wettbewerb ist ein Selbstgänger gewesen.“

Über Monate hatten die Kinder im Internet spielerisch englische Grammatik, Landeskunde, Wortschatz und Phonetik gelernt. Am 22. April folgte für die Kropper Schüler dann die finale Herausforderung: der Abschlusstest mit 45 Fragen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades. Dabei standen jeweils vier Antworten zur Auswahl. Gelöst werden mussten Lückentexte, Verständnisfragen zu Bildern oder Worte gefunden werden, die sich reimen.

So konzentriert die Kinder in den Übungen mitgearbeitet haben, so aufgeregt waren sie bei der Siegerehrung. Lehrerin Imke Pannbacker dankte dem Förderverein der Schule, der das Startgeld von 3,50 Euro pro Schüler übernommen und „die Teilnahme erst ermöglicht hat“.

Da die Mädchen und Jungen sehr motiviert und eifrig bei der Sache gewesen seien, sei eine Fortsetzung zwingend, meinte Martina Harmsen. „Wir planen, auch im nächsten Jahr teilzunehmen“, erklärte sie und ergänzte: „Wir wissen nur noch nicht in welchem Jahrgang – ob nur in einem oder mehreren. Das müssen die Schulgremien entscheiden.“

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erstellt am 06.Jul.2016 | 12:35 Uhr

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