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Schleswiger Nachrichten

20. Januar 2017 | 19:08 Uhr

Kropp : Vier Jahre nach Neubau: Kita muss saniert werden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das U3-Gruppenzimmer im Kropper DRK-Kindergarten ist 2012 gebaut worden – jetzt gibt es massive Probleme.

Es begann mit einer losen Fußleiste und fand seinen vorläufigen Höhepunkt in der Unterbringung von zehn Kindern in einem Container. „Der U3-Gruppenraum der DRK-Kindertagesstätte hat massive Feuchtigkeitsschäden“, sagte Kropps Bürgermeister Stefan Ploog in der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses. Die Holzständerkonstruktion sei so stark angegriffen, „dass unverzüglich eine Kernsanierung der tragenden Wände nötig ist“, fuhr er fort.

Es war reiner Zufall, dass der Schaden vor einigen Wochen entdeckt wurde, meinte Kita-Leiterin Maria Pries-Muhl. „Eine Fußleiste war ein Stück ab und beim Blick auf die Wand dahinter stellte eine Mitarbeiterin fest, dass diese feucht war“, sagte sie. Damit die dort betreuten Kinder keinen Schaden nehmen, habe man gleich Abhilfe geschaffen und einen Container auf das Kita-Gelände gestellt, „denn das ist der einzige U3-Gruppenraum“.

Die Sache sei „nicht erfreulich“, so Ploog – zumal der Teil der Kita erst 2012 erbaut wurde. Da man sich noch in der Gewährleistungszeit befände, sei man wie das DRK im Gespräch mit dem Architekten und der bauausführenden Firma, sagte er und hoffte, dass man Regressionsansprüche geltend machen könne. Zumal womöglich weiteres Unheil droht: Zusätzlich sollen die Sanitärräume untersucht werden – „da riecht es nicht gut“. Einen Zeitplan gibt es indes noch nicht. „Wir sind dabei, das zu terminieren“, so Maria Pries-Muhl.

Es blieb nicht bei einer schlechten Nachricht: Beim Sachstandsbericht zum Umbau des Rettungszentrums kündigte Stefan Ploog an, dass der für 120 Personen ausgelegte Versammlungsraum und die Männer-Umkleide zu klein berechnet wurden. Dadurch würden Laufwege zu knapp ausfallen. Nachdem planerisch nachgebessert worden sei, werde der Anbau nun etwas breiter, wodurch sich Mehrkosten von 94  000 Euro ergäben, sagte er. Auslöser war bei der Umkleide, dass das Architektenbüro Johannsen und Fuchs mit zu kleinen Spinden gerechnet hätte, erklärte er zum Unmut der anwesenden Gemeindevertreter. „Das darf nicht passieren. Dafür haben wir doch Architekten“, meinte Dieter Mahrt (SPD). Wehrführer Christoph Pautz erklärte, man habe die Zeichnungen erst jetzt gekriegt und überprüfen können. Dabei sei der Fehler aufgefallen. Die Angst von Mahrt, „dass das erst der Anfang ist“ wiegelte Pautz ab: „Alles ist jetzt mit der Feuerwehr-Unfallkasse besprochen, da ändert sich nichts mehr.“ Baubeginn ist im Februar 2017.

Es folgten die Haushaltsvoranschläge für 2017 von Bauhof und Freiwilliger Feuerwehr. Bauhofleiter Timo Petersen hatte etwa einen Kompaktschlepper für 54  000 Euro und einen Senkkastenreiniger für Gullis für 12  500 Euro auf der Liste. Christoph Pautz benötigt neben 10  000 Euro für Kleidung und 8000 Euro für Geräte Ersatz für das mittlerweile 21 Jahre alte verrostete Löschgruppenfahrzeug. Kostenrahmen: 380  000 Euro.

Die Voranschläge führten zur Diskussion darüber, wo Sparpotential wäre. Bürgervorsteher Klaus Lorenzen (CDU) meinte, „die Notwendigkeit muss hier im Ausschuss beschlossen werden“. Dessen Vorsitzender Peter Casper betonte, dass es wichtig sei, dass Bauhof und Feuerwehr optimal ausgestattet seien. Er schlug vor, die Entscheidung zu verschieben. Sein Vorschlag, dass Petersen und Pautz, „Prioritätenlisten erarbeiten“, die bis zur nächsten Sitzung in den Fraktionen besprochen werden, wurde einstimmig beschlossen.

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erstellt am 15.Okt.2016 | 12:20 Uhr

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