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Schleswiger Nachrichten

04. Dezember 2016 | 19:31 Uhr

Kropp : Vergewaltigung am Rande der Mondscheinnacht

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Polizei sucht nach einem sexuellem Übergriff in Kropp nach Zeugen.

Kropp | Die Mondscheinnacht ist das zentrale Volksfest der Gemeinde Kropp. In diesem Jahr aber liegt ein Schatten über der sonst so fröhlichen Veranstaltung – am frühen Sonntagmorgen wurde unweit des Trubels eine 30-jährige Frau vergewaltigt. Wie die Polizei erst am Dienstag bekanntgab, ereignete sich das Verbrechen am Sonntag zwischen 1.45 und 2.15 Uhr. Zuvor hatte es zwischen der Frau und dem mutmaßlichen Täter an der Bühne „Alter Viehmarkt“ Kontakt gegeben. Dann gingen die beiden in Richtung Kirche. „Nach Angaben der Geschädigten ist es dort zu einem gewalttätigen Übergriff gekommen“, heißt es in der Pressemitteilung. Der Verdächtige ist etwa 30 bis 40 Jahre alt, 1,60 bis 1,70 Meter groß, hat einen dunklen Teint, kurze, schwarze Locken und einen kurzen, dunklen Vollbart. Der Mann soll gebrochen deutsch sprechen.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die im angegebenen Zeitraum zwischen Elch-Apotheke und Kirche auffällige Beobachtungen gemacht haben oder Angaben zu dem Gesuchten machen können. Sie werden gebeten, sich so schnell wie möglich mit der Kriminalpolizei in Schleswig (04621/840) in Verbindung zu setzen.

Dass zwischen der Tat und der Öffentlichkeitsfahndung mehr als zwei Tage vergingen, erklärte Polizei-Pressesprecher Christian Kartheus mit den Ermittlungen: „Wir wollten so viele Details wie möglich herausfinden. Und letztlich gab es die Freigabe der Staatsanwaltschaft erst am Dienstag.“

Der Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe organisierte die Mondscheinnacht in diesem Jahr bereits zum elften Mal. Der Verein möchte damit das Lebenswertgefühl in Kropp sichern und erreichen, dass es den Einwohnern leicht fällt, zu sagen: „Hier leben wir“, heißt es auf der Internetseite. Der Vereinsvorsitzende Carsten Saß weist jede Verantwortung von sich und von der Mondscheinnacht. „So schlimm der Vorfall ist – wir haben weder eine Handhabe noch eine Verantwortung dafür, wenn abseits der Veranstaltung so etwas passiert. Wenn das anders wäre, dürfte man auch keinen Rendsburger Herbst oder kein Schleswig swingt mehr veranstalten.“

Bürgermeister Stefan Ploog bestätigte, dass der Übergriff seit Sonntag das Gesprächsthema Nummer eins im Ort ist. „Was dort geschehen ist, ist schlimm. Ich will das wahrlich nicht kleinreden, aber mit der Mondscheinnacht hat es im Prinzip nichts zu tun. So etwas kann sich überall ereignen.“ Ploog hat bisher keine Unruhe im Verhältnis zu Flüchtlingen und Ausländern wahrnehmen können. „Ich hoffe, dass die positive Grundstimmung erhalten bleibt. Wir wissen bisher ja nicht einmal, woher Opfer und Täter kommen. Wir sollten uns nicht an Spekulationen beteiligen und darauf setzen, dass der Fall so schnell wie möglich aufgeklärt wird.“

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erstellt am 06.Sep.2016 | 19:10 Uhr

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