zur Navigation springen

Schleswiger Nachrichten

02. Dezember 2016 | 23:23 Uhr

Schleswig : Umbau kommt bei den Gästen gut an

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Schwimmbad und Sauna verzeichnen nach Sanierung wieder wachsende Besucherzahlen. Die Stadtwerke investieren auch deshalb weitere 400 000 Euro.

Es hat sich gelohnt – so kann man kurz und knapp das Fazit von Wolfgang Schoofs zum Thema Hallenbad- und Sauna-Sanierung zusammenfassen. Denn: „Die Rückmeldungen sind durchweg positiv. Auch die Besucherzahlen gehen wieder nach oben“, sagt der Geschäftsführer der Stadtwerke. Deswegen soll in den kommenden Monaten weiter in das „Fjordarium“, wie es inzwischen heißt, investiert werden.

Im vergangenen Jahr wurde das 1971 gebaute Schwimmbad grundlegend umgebaut und aufgefrischt. Parallel dazu wurde die etwa 20 Jahre alte Sauna komplett abgerissen und durch eine neue Anlage ersetzt. Die Gesamtkosten dafür lagen bei rund 2,6 Millionen Euro. Viel Geld – aber deutlich weniger als für den Bau einer Gesundheitstherme, über die in Schleswig lange diskutiert wurde, fällig geworden wären. Deshalb sagt Schoofs nun mit Blick auf die letztendlich auch von der Politik mitgetragene Entscheidung, die alte Schwimmhalle zu sanieren: „Ich denke, wir haben den Spagat geschafft zwischen einer gelungenen Modernisierung und der Daseinsvorsorge, bei der ein Schwimmbad eine wichtige Rolle spielt.“

Das scheinen die Menschen aus Schleswig und der Umgebung zu honorieren. Die Besucherzahlen zumindest sprechen eine eindeutige Sprache. Kamen in den vergangenen Jahren nur noch rund 60  000 zahlende Gäste (Vereine und Schulklassen sind hiervon ausgenommen) in die Schwimmhalle, hofft Schoofs, in diesem Jahr wieder die 70  000er-Marke knacken zu können – „erstmals seit zehn Jahren“. Die ersten drei Monate des Jahres sprechen dafür. Im Januar wurden etwa 8000 Besucher gezählt, im Februar und März waren es jeweils rund 7000. „Die optische Aufwertung der Halle und die Umstellung auf eine personenbesetzte Kasse sind bei unseren Gästen sehr gut angekommen. Das gilt auch für das neue Bistro“, sagt Schwimmhallenleiterin Antje Schmidt.

Auch die Sauna-Besucher nehmen das kulinarische Angebot gerne und oft in Anspruch. Deswegen soll das Bistro unter anderem durch neue Möbel noch einmal optisch aufgewertet werden. Gleiches gilt für den Außenbereich der Sauna. Hier planen die Stadtwerke allerdings eine grundlegende Veränderung. Die alte Gartensauna, die in einer kleinen Hütte untergebracht ist, wird abgerissen. Dafür soll künftig ein 130 Quadratmeter großer Neubau (Kosten rund 400  000 Euro) die Gäste auf das Außengelände, das zeitgleich erweitert wird, locken. 40 Besucher werden dann Platz finden in der Finnischen Sauna, die ein großes Panoramafenster erhält, und dem benachbarten Ruheraum. „Außerdem gibt es Außenduschen und ein Tauchbecken“, betont Uwe Ruff, Leiter des Technisches Services bei den Stadtwerken. Beides sei der Wunsch vieler Stammgäste gewesen. Auch von diesen gibt es seit dem Umbau wieder deutlich mehr. Zum Vergleich: 2011 waren noch 16  000 Besucher in die Sauna gekommen, 2014 nur noch 11  500. Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres waren es bereits 5100.

Am 22. Mai findet in der Sauna eine offizielle Abbruchparty statt, einen Tag später beginnen die Bauarbeiten. Bis September bleibt dann der Außenbereich gesperrt, innen läuft der normale Betrieb weiter. Auch in der Schwimmhalle wird es im Sommer (vom 25. Juli bis voraussichtlich 22. August ist geschlossen) kleinere Veränderungen geben. Unter anderem werden Akustik-Platten installiert, die den Schall eindämmen sollen.

zur Startseite

von
erstellt am 21.Apr.2016 | 07:56 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen