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Schleswiger Nachrichten

07. Dezember 2016 | 11:45 Uhr

Geestlandschule Kropp : Trotz Elternprotest: Keine Jalousien für die Klassenzimmer

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

An der Geestlandschule in Kropp streitet man um den Sonnenschutz. Die Gemeinde lehnt es ab, Außenjalousien zu installieren.

Ein Thema, über das die Gemeindevertreter nach Meinung von Thomas Ostermeyer, Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses, vor fast anderthalb Jahren schon entschieden hatten, stand in der jüngsten Sitzung in Kropp wieder auf der Tagesordnung: der Sonnenschutz am Grundschultrakt der Geestlandschule. Der damalige Vorschlag des Schulausschusses, rund 70  000 Euro teure Außenjalousien anzubringen, sei von der Gemeindevertretung ignoriert worden. Stattdessen fiel die Entscheidung auf Stoffvorhänge, „um Geld zu sparen“. Kostenpunkt: gut 1850 Euro pro Klasse.

Das wiederum hätte die Eltern auf die Barrikaden gebracht, die eine bessere Beschattung beantragten, so Ostermeyer. Nachdem die drei Fraktionen erneut über das Thema beraten hatten, folgte nun einstimmig die Bestätigung der einst gefällten Entscheidung. Holger Schwien (CDU) erklärte, der Preis für die Außenjalousien sei zu hoch. Maria Streibel (AWK) ergänzte, dass man in der Schule viele Muss-Ausgaben hätte, doch „bei der Verschattung haben wir die Wahl und können höhere Ausgaben verhindern“.

Kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt wurde die im vergangenen Jahr eingeführte Abwasser-Grundgebühr, die laut Bürgermeister Stefan Ploog „zu Unruhe geführt hat“. Bisher sei die Grundgebühr für jeden Wasserzähler gleich, erklärte er. In Zukunft wolle man die Berechnung differenzierter vornehmen. Daher werde eine Umfrage unter Betrieben, Einrichtungen sowie Haushalten erfolgen, in der zum Beispiel die Anzahl von Hotelbetten, Mitarbeitern, Schülern sowie Haushaltsmitgliedern erfasst werden soll. Ziel sei es, möglichst gerechte Gebühren zu erheben, betonte Ploog.

Der Neubau des Rathauses war am Rande Thema, da der Kreis laut Bürgermeister vorgebe, dass für die Kastanie, die gefällt werden müsse, fünf Bäume als Ersatz zu pflanzen seien. Da in der direkten Umgebung dafür kein Platz sei, wolle er mit dem Kreis über das Thema reden.

Zudem ärgerte er sich über Vandalismus im Rheider Weg. Dort seien in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag mehr als 20 Straßenlaternen kaputt getreten und eine Bushaltestelle zerstört worden, so Ploog. „Das wird zur Anzeige gebracht“, kündigte er an.

Nach 22-jähriger Tätigkeit in der Gemeinde Kropp, 18 davon in der Vertretung, wurde Kurt Steinhöfel (SPD) von Bürgervorsteher Klaus Lorenzen ebenso verabschiedet wie Florian Kendler, der seit 2013 für die Allgemeine Wählergemeinschaft (AWK) in der Kommunalpolitik aktiv war. Kendler arbeitet ab sofort für die Gemeinde Kropp und musste aufgrund der Unvereinbarkeit von Amt und Mandat aus der Vertretung ausscheiden. Auf Seiten der SPD rückte Hans-Joachim Krause nach, bei der AWK Heiko Fricke.
Weiteres in Kürze:
>Die Gemeindevertreter beschlossen die Übernahme einer Ausfallbürgschaft für die Abwasserentsorgung Kropp GmbH (AKrG) über 2,56 Millionen Euro.
>Es folgte der Beschluss über den Beitritt des Zweckverbandes Interkommunales Gewerbegebiet Schleswig-Schuby zur Wirtschaftsförderungs- und Regionalentwicklungsgesellschaft Flensburg/Schleswig.
>Die Erweiterung der Betreuungszeiten und die damit verbundene Gebührenerhöhung im Rahmen der Betreuten Grundschule wurden einstimmig beschlossen.
>Die Förderung der Tagespflegestellen in Kropp wird bis zum 31. Dezember 2018 verlängert. Es sind Kosten von rund 5000 Euro im Jahr eingeplant.





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erstellt am 23.Sep.2016 | 07:50 Uhr

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