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Schleswiger Nachrichten

24. März 2017 | 21:05 Uhr

DLRG Kropp : Triathlon droht ins Wasser zu fallen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Es fehlen Freiwillige zur Absicherung der Strecke – jetzt droht der Kropper Triathlon auszufallen.

„Du bist eine Wasserratte im besten Sinne.“ So verabschiedete Kropps Bürgermeister Stefan Ploog nach elf Jahren Uwe Baurhenne aus dem Amt als örtlicher Vorsitzender der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Er dankte ihm und seinem Team für die geleistete Arbeit und sagte, es sei ein Zeichen der Kontinuität, dass die DLRG Kropp in 40 Jahren nur zwei Vorsitzende gehabt hätte. Dem neuen Vorsitzenden Jochen Reimer, der mit 20 Ja-Stimmen bei eigener Enthaltung gewählt wurde, sicherte er eine gute Zusammenarbeit zu.

Die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde in der Vergangenheit wusste der scheidende Vorsitzende Baurhenne sehr zu schätzen. Er dankte auch seiner „tollen Crew“ für die Unterstützung und sagte: „Macht weiter so.“ 2016 habe man eine der besten Saisons der letzten zehn Jahre gehabt, fuhr er fort: 54  000 Besucher kamen ins Freibad – 6000 mehr als im Vorjahr. Auch die Mitgliederzahl steigt: Seit Jahresanfang ist sie um 30 auf 293 gewachsen.

Mit 320 Teilnehmern war der Triathlon ein Erfolg, den die DLRG mit dem TSV Kropp organisierte. Für die zehnte Auflage am Muttertag dieses Jahr sind bisher 265 Teilnehmer angemeldet. Laut Martin Thomsen werde es schwieriger, Helfer zu finden. Bis jetzt hätten sie 60 – 100 waren es im Vorjahr. Nur mit genug Helfern könne man die Strecke sichern. Sei dies nicht möglich, „wird der Triathlon nicht mehr stattfinden“, sagte er. Eine professionelle Sicherung sei zu teuer.

In der Schwimmausbildung waren 17 Ausbilder 745 Stunden aktiv. 138 Teilnehmer legten über 100 Schwimmabzeichen ab, davon 55 Seepferdchen. Hinzu kamen 200 Stunden vorbeugender Wasserrettungsdienst. Neu beim Aquasport ist Stehpaddeln, wozu man Kurse anbieten wolle, so die frisch gewählte Technische Leiterin Nadine Tams-Detlefsen, die sich das Amt mit dem ebenso neu gewählten Sebastian Bendler teilt. Er übernimmt Organisation und Materialplanung, sie die Schwimmausbildung.

Dabei wolle sie eng mit Jördis Bleßmann zusammenarbeiten, die an der Spitze des Jugendvorstands mit Niklas Tams-Detlefsen, Erik Jurytko, Catharina Reimer, Justin Tillenkamp und Max Senkbeil bestätigt wurde. Arne Mumm wurde als Schatzmeister bestätigt. Kassenprüfer wurden Catrin Sander, Nils Jurytko und Sabrina Stuck. Für zehnjährige Mitgliedschaft erhielt Klaus Lorenzen das Mitgliedsehrenzeichen Bronze. Jördis Bleßmann bekam für ihr Engagement das Verdienstzeichen Bronze.

2017 werden Anfängerschwimmkurse für jedermann angeboten, die weitere Ausbildung steht nur DLRG-Mitgliedern offen. Um Planungssicherheit zu haben und die Qualität des Unterrichts garantieren zu können, so Nadine Tams-Detlefsen, muss man sich für alle Kurse anmelden – auch Mitglieder. Rettungsschwimmer sollen extra Angebote bekommen und 2018 an Wettkämpfen teilnehmen. Sonntags gibt es ein offenes Training für Mitglieder, die nicht regelmäßig schwimmen wollen.

Im Freibad kriegen die Außenduschen neue Wasserleitungen, berichtete Stefan Ploog. Zudem wurden Spinde erneuert, eine energiesparende Beckenpumpe angeschafft und die Rabatte saniert – mit Steinen vom Rosengarten. Es wird ein neues aufblasbares Spieltier geben, Treppe wie Rampe am Eingang würden erneuert.

Ihr Fahrzeug, das 2011 über eine Werbefirma angeschafft wurde, sollte eigentlich dieses Jahr erneuert werden, so Jochen Reimer. Doch da die Gemeinde 2016 auch ein werbefinanziertes Fahrzeug erhalten habe, bezweifle die Firma, genügend Werbepartner zu finden. Falls sie den Vertrag kündige und man das Auto zurückgeben müsse, wolle man ein Fahrzeug leasen – für maximal 1500 Euro im Jahr. „Es wird nicht zwei Autos geben, sondern ein möglicher Ersatz angeschafft“, betonte er. Der Vorschlag wurde angenommen.

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erstellt am 08.Mär.2017 | 08:12 Uhr

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