zur Navigation springen
Anzeige

Anzeige
Anzeige

Schleswiger Nachrichten

30. September 2014 | 17:52 Uhr

Training für Störfall an Biogasanlage

vom

Mehr als 80 Brandschützer und DRK-Retter im Übungseinsatz in Groß Rheider Ortsteil Schicht / Atemschutzgeräteträger besonders gefordert

Gross Rheide | Zu einem angenommenen Störfall in der Biogasanlage im Groß Rheider Ortsteil Schicht wurden die Wehren aus Groß Rheide, Klein Rheide, Börm und Dörpstedt sowie die schnelle Einsatzgruppe des DRK Schleswig gerufen. Ziel war es, den Feuerwehreinsatzplan auf seine Tragfähigkeit zu überprüfen. Vorausgegangen waren theoretische Schulungen der Feuerwehrleute in Zusammenhang mit den Gefahrenpotenzialen, die von Biogasanlagen ausgehen können. Denn es muss bei Störungen in derartigen Anlagen mit Austritt von Gasen - hauptsächlich Methan, Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff -, Bränden, und Verpuffungen sowie kleineren Explosionen gerechnet werden, die besondere Gegenmaßnahmen und somit besonders geschulte Hilfskräfte erfordern. Erfahrungswerte über Störfälle bei anderen Anlagen liegen vor und das Innenministerium des Landes hat einen Leitfaden für mögliche Schadensereignisse herausgegeben.

Anzeige
Anzeige

In Groß Rheide wurden in enger Zusammenarbeit mit den Anlagenbetreibern die Brandschutzkonzepte und der Feuerwehreinsatzplan ausgearbeitet. Für diese Übung wurde als Einsatzszenario Rauchentwicklung im Technikraum und die Suche von vermissten Personen vorgegeben. Mehr als 80 Einsatzkräfte nahmen an der Übung teil.

Mit diesem geprobten Ernstfall wollte die Feuerwehr überprüfen, ob die theoretisch erarbeiteten Pläne in der Praxis umsetzbar sind. Die Einsatzleitung hatte der Groß Rheider Wehrführer Heiko Bartels inne. Zentrale Aufgabe war die Herstellung der Wasserversorgung, der Einsatz von Atemschutzgeräteträgern und das Führen mehrerer Wehren nur per Funk. Gleichzeitig sollten die Einsatzkräfte das Gelände und die Anlagen kennen lernen, damit auch bei Nacht Einsätze ohne Zeitverzögerung möglich sind. Jede Wehr hatte festgelegte Aufträge.

Der Atemschutzbeauftrage des Amtes Kropp-Stapelholm, Sönke Nissen, hob hervor, dass besonders bei Bränden in Biogasanlagen ein verstärkter Einsatz von Atemschutzgeräteträgern erforderlich sei. Er appellierte an die Wehren, den Schwerpunkt der Ausbildung auf diesen Einsatzbereich zu legen. Einsatzleiter Heiko Bartel war mit der Führung mehrerer Wehren über Funk am Ende zufrieden: "Sicherlich sind hier einige kleine Mängel aufgetreten, die konnten aber schnell abgestellt werden." Er hoffe, dass weitere Übungen dieser Art folgen.

zur Startseite

von
erstellt am 10.Aug.2012 | 07:05 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige