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Schleswiger Nachrichten

27. Juli 2016 | 23:05 Uhr

Vermisste Schwimmerin : Taucher und Hunde suchen am Selker Noor

vom

Noch immer keine Spur von einer seit Samstag vermissten Schwimmerin im Selker Noor: Polizei und Feuerwehr suchen im Großeinsatz nach der 47-Jährigen. Bislang fanden sie nur verlassene Kleidung am Ufer.

Selk | Seit Montagvormittag suchen Polizeitaucher aus Eutin erneut im Wasser des Selker Noors nach einer vermissten Frau und nach weiteren Hinweisen. Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr suchen das Ufer am Noor mit einem Boot von der Wasserseite und zu Fuß von der Landseite aus ab. Die Polizeitaucher haben ein Boot mit einem kleinen Sonargerät ins Wasser gelassen. Neben der Badestelle am Noor bei Schleswig ist das Ufer dicht mit Schilf bewachsen.

Nachdem die Suche nach der seit Samstagabend vermissten 47-jährigen Frau am Sonntagabend unterbrochen wurde, sind wieder dutzende Helfer im Einsatz. Die Vermisste war zuletzt am Samstag gegen 20.30 Uhr an der Badestelle am Selker Noor gesehen worden. Sonntagmorgen wurden am Ufer persönliche Gegenstände und Kleidung der Frau gefunden und die Rettungskräfte alarmiert. Den ganzen Sonntag suchten Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Polizei und Rettungsdienst nach der Vermissten, auch ein Hubschrauber kam zum Einsatz – ohne Erfolg.

Die Badestelle am Selker Noor bei Schleswig ist bei Anwohnern und Urlaubern gleichermaßen beliebt. „Seit dem Vormittag sind wir wieder mit zwei Booten im Einsatz, eines von der Feuerwehr aus Fahrdorf und eines von der Polizei“, berichtet der stellvertretende Amtswehrführer Joachim Tönjes. Die vermisste Frau wohnt in Selk und sei hier öfter schwimmen gegangen. „Das Selker Noor hat nur unbewachte Badestellen und die von Strömungen ausgehenden Gefahren kennt man hier auch“, so Tönjes.

An Land unterstützen Hunde die groß angelegte Suche. Die Vierbeiner der Johanniter und der Rettungshundestaffel Südschleswig sind parallel im Einsatz. Die Johanniter sind mit zwei Flächensuchhunden vor Ort und durchkämmen derzeit das angrenzende Waldgebiet. Die Staffel der Rettungshunde Südschleswig ist mit zwei Mantrailern an der Badestelle. „Wir suchen die Person anhand eines bestimmten Geruches“, erklärt Kirsten Villmow, „der Mantrailer nimmt dabei zum Beispiel den Geruch einer vermissten Person anhand eines persönlichen Kleidungsstückes auf und versucht dann, dieser Spur zu folgen“.

Die neunjährige Josie ist einer dieser Mantrailer-Hunde und versucht seit Mittag, die vermisste Person zu finden. „Menschen verlieren 40.000 Hautschuppen pro Minute und ein Hund wie Josie kann die davon ausgehenden Gerüche wahrnehmen und differenzieren“, sagt Villmow. „Das Problem hier vor Ort ist nun, dass die Vermisste sich den ganzen Tag lang an der Badestelle aufgehalten hat und es somit unzählige Geruchsspuren an allen möglichen Punkten gibt, dies ist für den Hund sehr schwer.“ Auch die hohen Außentemperaturen machen Mensch und Tier am Selker Noor zu schaffen, die Belastung für die Einsatzkräfte ist hoch.

Auch Flächensuchhunde sind im Einsatz. Sie sind anders ausgebildet als Mantrailer. „Anders als die Mantrailer-Hunde verfolgen unsere Hunde keine Spur anhand einer Geruchsprobe“, erläutert Helge Petersen von den Johannitern, „unsere Tiere sind Flächensuchhunde, die bestimmte Gebiete, hier in diesem Fall ein Waldgebiet nach einem bestimmten Muster absuchen. Dabei suchen die Tiere nach allem was lebt.“

Wie lange der Einsatz vor Ort noch andauern wird ist unklar. Derzeit sind insgesamt rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und anderen Organisationen vor Ort im Einsatz gebunden.

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erstellt am 21.Jul.2014 | 14:12 Uhr

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