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Schleswiger Nachrichten

08. Dezember 2016 | 11:00 Uhr

Lauf Zwischen den Wehren : Struxdorf hat die schnellste Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

„Lauf zwischen den Wehren“: 14 vierköpfige Staffeln legen 18 Kilometer rund um den Langsee zurück

Üppige fünf Minuten betrug der Vorsprung auf den nächsten Läufer, als Sönke Schröder beim dritten „Lauf zwischen den Wehren“ als Erster jubelnd ins Ziel am Feuerwehrgerätehaus in Nübel einlief. Die Freude über den Sieg war groß beim Struxdorfer Feuerwehrmann und seinen drei Staffelkollegen Matthias Frank, Lennart Gorr und Jan-Hinnerk Petersen. Vergangenes Jahr waren sie Sechste geworden, daher hatten sie sich diesmal viel vorgenommen. „Wir wollten aufs Podium kommen“, sagte Petersen. Dafür hätten sie zwei Monate lang trainiert. Dank einer Zeit von einer Stunde und 23 Minuten reichte es diesmal sogar für den Wanderpokal, der in den Vorjahren an die Wehren aus Bollingstedt und Twedt gegangen war.

Pünktlich um 14 Uhr waren 14 Teams, darunter zwei der Jugendfeuerwehr Tolk, in Nübel für den 18 Kilometer langen Staffellauf um den Langsee angetreten, der erstmals gegen den Uhrzeigersinn stattfand. Bei 26 Grad und Sonne kamen die Läufer auf der sechs Kilometer langen ersten Etappe von Nübel nach Süderfahrenstedt schnell ins Schwitzen, doch Getränkestände sorgten für Erfrischung. Schnell setzte sich eine vierköpfige Führungsgruppe ab, beim ersten Wechselpunkt lag das Team Struxdorf nach gut 25 Minuten in Führung vor Nübel, Bollingstedt und einem der zwei Teams aus Fahrdorf.

Motorradfahrer der Johanniter begleiteten die Läufer, die Feuerwehren der Gemeinden rund um den See sorgten für die Streckensicherung – ein Verlaufen war unmöglich. Die Idstedter hatten es sich mit einer Sitzbank im Schatten neben der Strecke gemütlich gemacht, andere Zuschauer saßen auf der Leitplanke. Für die Läufer standen Cola, Wasser und Fanta bereit. Manches Mal hatten sie unerwarteten Gegenverkehr: landwirtschaftliche Maschinen und rasante Radfahrer. „Moin“ riefen letztere und erhielten ein „Vorsicht, Läufer“ zurück. Von denen war bald der Erste da: Matthias Frank. Die Zwischenstände wurden per Smartphone Richtung Nübel durchgegeben.

Weiter ging es auf die mit drei Kilometern kürzeste Etappe nach Neuberend. Am Ortseingang gab es einen längeren Aufstieg, vielleicht der Grund, warum Struxdorf die Führung verlor: „400 Meter vor dem Wechselpunkt hatte ich Krämpfe“, so Lennart Gorr. Nutznießer waren die Nübeler, deren stellvertretender Wehrführer Heiko Kluge als Führender die letzten 4,7 Kilometer begann. Zwar meinte Nübels Bürgermeister Jürgen Augustin, als Gastgeber solle man nicht Erster werden, aber es war wohl nicht allein der Gastfreundschaft geschuldet, dass sich die Struxdorfer die Führung zurückerobern und letztlich den Sieg holten.

Am Ende habe er niemanden mehr hinter sich gesehen, so Sönke Schröder. Gut sei der Lauf gewesen, aber warm. Sie hätten immer abends trainiert, erzählte Jan-Hinnerk Petersen. „Oh, da ist ja Sonne“, habe er daher gedacht, als er um 14 Uhr an den Start ging und war froh, als er im Ziel ankam. Da führte für viele Läufer der erste Weg auf den kühlen Rasen, der zweite zur Wasserkiste. Kurz vor 16 Uhr waren die letzten Staffelläufer im Ziel und konnten ihre Medaillen entgegennehmen. Danach klang der Tag beim Grillen und der Siegerehrung aus.

Nübels Feuerwehrmann Matthias Hjordthuus ist die treibende Kraft hinter dem „Lauf zwischen den Wehren“, um auf die Bedeutung der Fitness für Feuerwehrleute hinzuweisen. „Aber ohne Team geht gar nichts“, sagte er über die Hilfe seiner Kameraden. Ohne Sponsoren übrigens auch nicht, darunter die Wohnstätte Berendstamm und die Fleischerei Gerd Nielsen. Darüber hinaus hätte die Zusammenarbeit mit dem Amt Südangeln prima geklappt, so Hjordthuus: „Die Bürokratie hat die Veranstaltung aktiv unterstützt.“

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erstellt am 12.Sep.2016 | 09:56 Uhr

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