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Schleswiger Nachrichten

24. März 2017 | 23:07 Uhr

Nach viereinhalb Monaten Flucht : Straftäter zurück in der Schleswiger Forensik

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Am 28. Oktober gelang ihm bei einem begleiteten Ausgang die Flucht – jetzt ist ein 29-jähriger Straftäter zurück in der Schleswiger Forensik.

Der vor viereinhalb Monaten geflohene Gewalttäter aus der Schleswiger Psychiatrie ist jetzt in Berlin gefasst worden. Seit Donnerstag befindet er sich wieder hinter Gittern in der Forensik. Es war am 28. Oktober 2016 um 10.56 Uhr: während eines begleiteten Ausgangs in der Innenstadt gelingt es dem 29-Jährigen aus Algerien stammenden Insassen der Forensik, seinen Aufpassern zu entwischen – dabei flieht er aus einer Schleswiger Bäckerei. Obwohl der Mann laut Polizei „zu Aggressivität neigt und auch bewaffnet sein könnte“, sah sie keine konkrete Gefahr für die Bevölkerung, wie damals aus dem Fahndungsaufruf hervorging. Tatsächlich aber waren viele Bürger stark beunruhigt. Nach der Flucht des Straftäters hatte die zuständige Bezirkskriminalpolizei Flensburg in erster Linie in Hamburg oder Lübeck nach ihm gesucht, weil er persönliche Bezüge dorthin hatte, wie es hieß. Nach SN-Informationen ist der Mann, der in Haft saß wegen Körperverletzungs- und Raubdelikten, die er unter Drogeneinfluss begangen haben soll, nun bei einer Personenkontrolle in Berlin aufgeflogen und zurück nach Schleswig gebracht worden.

Werden sich seine Haftbedingungen nach der Flucht jetzt ändern?

Auf SN-Nachfrage in der Schleswiger Forensik, die 89 Plätze für suchtkranke Straftäter bereit hält, erklärt Pflegedirektorin Inke Asmussen: „Der Patient ist nun in einem höher gesicherten Bereich untergebracht.“ Dort gebe es für ihn derzeit keine Lockerungen.

Noch immer keine Spur gibt es von einem weiteren aus der Forensik entflohenen Insassen, der seit dem 17. Februar gesucht wird. Dabei handelt es sich um einen 26-jährigen Osteuropäer, verurteilt wegen besonders schweren Raubes. Die Flucht gelang ihm, als er mit einer Gruppe Freigänger im Fischrestaurant am Hafen war. Erst durch einen anonymen Hinweis erfuhr die Öffentlichkeit davon.

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erstellt am 17.Mär.2017 | 18:38 Uhr

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