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Schleswiger Nachrichten

26. August 2016 | 13:55 Uhr

Feuerwehr-Einsatz : Stolk hat seinen Teich wieder

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Über 20 Jahre wuchs das Gewässer auf dem Freizeitgelände zu. Feuerwehr entfernt Schilf und wartet nun auf Dauerfrost für ein Eisvergnügen.

Auf dem Freizeitgelände Paleg in Solk gibt es wieder einen Teich. Sein Vorgänger war in 20 Jahren vollständig zugewachsen und nur noch als eingezäuntes Schilfareal zu erkennen. Am Wochenende haben Mitglieder der Feuerwehr freiwillig in 80 Arbeitsstunden die offene Wasserfläche wiederhergestellt und dabei auch die zugewucherten Teichränder wieder freigelegt.

Die Feuerwehrleute selbst waren auf die Idee für diesen Arbeitsdienst gekommen, weil ihnen die Anlage einer Eislauffläche mittels Riesenplane im vergangenen Winter zu aufwändig gewesen war. Ihr jetziger Einsatz kostete jedoch bei eisigem Ostwind viel mehr Kraft, Körperwärme und Zeit. Dafür ist die entstandene Fläche nun größer. Sie steht so lange zur Verfügung, wie es Dauerfrost gibt. Aber: „Ohne Freigabe der Feuerwehr darf keiner aufs Eis“, mahnt Bürgermeister Friedrich Karde.

Die Gemeinde hatte die Idee der Feuerwehr, den Teich von Gestrüpp zu befreien, für gut befunden, wollte dem Vorhaben aber nur zustimmen, wenn dies im Sinne der Bürger und Anwohner sei. Man erinnerte sich an Proteste von vor rund 20 Jahren. Damals hatte die Nähe zwischen Teich und dem zu der Zeit neu eingerichteten Spielplatz zu einem Aufschrei von Eltern geführt. Diese befürchteten Gefahren für ihre Kinder. Ein Zaun wurde gebaut und eine Hecke angepflanzt. Diese sorgen auch heute noch dafür, dass kein freier Zugang zu dem Teich besteht. „Es hat auch keine Einwände gegen die Aktion am Teich gegeben“, sagt Bürgermeister Karde.

Sollte der Winter mitspielen, will die Feuerwehr an einem der nächsten Wochenenden ein Grill-Punsch-Vergnügen am Eis anbieten – durch das sich die Brandschützer auch eine kleine Einnahme für ihre Kameradschaftskasse erhoffen.

Der Eingriff in die Natur ist mit dem Umweltausschuss der Gemeinde abgesprochen, der hierin eine Biotop-Rückführung sieht. Deshalb ist auch die Insel als Brutstätte für eine Gans unangetastet geblieben. Bis die Gans das nächste Mal brütet, sind die Eisläufer ganz sicher verschwunden.

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