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Schleswiger Nachrichten

09. Dezember 2016 | 22:28 Uhr

Geflügelpest in SH : Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete: Was Sie darüber wissen müssen

vom

Geflügel muss im Stall bleiben. Hunde und Katzen dürfen nicht mehr frei herumlaufen. Ein Überblick über die Maßnahmen.

Schleswig | In Schleswig-Holstein grassiert die Geflügelpest. Um Fundorte von an Geflügelpest erkrankten Wildvögeln beziehungsweise betroffenen Tierhaltungen müssen die zuständigen Kreise Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete einrichten. 

Sperrbezirke haben mindestens drei Kilometer Radius, Beobachtungsgebiete mindestens weitere sieben Kilometer um die jeweilige Fundstelle der Wildvögel herum. In diesen Gebieten gelten Beschränkungen für Geflügelhaltungen: Geflügel muss aufgestallt werden und darf vorübergehend nicht verbracht werden (Sperrbezirk: 21 Tage ab dem letzten Geflügelpest-Nachweis; Beobachtungsgebiet: 15 Tage ab dem letzten Geflügelpest-Nachweis in dem betroffenen Restriktionsgebiet). Die Bestände im Sperrbezirk sind regelmäßig klinisch zu untersuchen und es müssen Proben genommen werden. Zudem gelten strenge Biosicherheitsmaßnamen (Stallhygiene, Reinigung, Desinfektion).

Darüber hinaus gilt landesweit eine Stallpflicht für Hausgeflügel. Es gilt zudem eine Empfehlung der obersten Jagdbehörde: Es sollte keine Jagd auf Wassergeflügel gemacht werden, damit Tiere nicht aufgescheucht werden und das Virus weiterverbreiten.

In den Restriktionsgebieten dürfen Hunde und Katzen nicht frei herumlaufen. Diese Tiere erkranken im Regelfall nicht, aber sie können das Virus nach Kontakt weiter verbreiten. Daher sollte auch sonst direkter Kontakt von anderen Haustieren, insbesondere Hunden und Katzen, mit toten oder kranken Vögeln auch außerhalb der Restriktionsgebiete verhindert werden.

Bürgertelefon eingerichtet

Um Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zu beantworten, hat das Land ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist von Sonntag an wieder von 9 bis 17 Uhr besetzt und unter der Telefonnummer 0431 160 6666 erreichbar.

Zudem hat der betroffene Kreis Plön ab 10. November unter der Telefonnummer 04522/74387 Mo-Do von 8.30-17.00 Uhr, Fr 8.30-13.00 Uhr ein Bürgertelefon eingerichtet.

Das Kreisveterinäramt Segeberg wird am Samstag, den 12.11.2016 von 9 Uhr bis 13 Uhr über das Bürgertelefon unter 04551 – 951 211 erreichbar sein, danach wird es ja nach Lage entschieden.

Sammelstellen für verendete Vögel bei Ordnungsämtern

Wem tote Wasservögel auffallen, sollte sich an das zuständige Ordnungsamt wenden. Die Ordnungsämter des Kreises Plön haben Sammelstellen für verendete Wildvögel eingerichtet. Zudem gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen: Tote Tiere sollten nicht angefasst werden; Hunde müssen in den betroffenen Gebieten nahe dem Wasser aufgrund des Schutzstatus ohnehin angeleint werden.

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erstellt am 12.Nov.2016 | 17:36 Uhr

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