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Schleswiger Nachrichten

07. Dezember 2016 | 13:34 Uhr

Wikingertage in Schleswig : Spektakel in entspannter Atmosphäre

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Wikingertage locken bei fast idealem Wetter rund 25 000 Besucher nach Schleswig. Die Veranstalter kündigen Verbesserungen beim Bus-Shuttle an.

Diesmal kamen nur solche Schauer vom Himmel, die so kurz waren, dass es sich kaum lohnte, den Regenschirm aufzuspannen. Nach den Chaostagen vom letzten Jahr, als das Programm am Sonnabend komplett ins Wasser gefallen war, lief diesmal bei den Wikingertagen alles nach Plan. Wie immer waren die Schaukämpfe in der Arena am Luisenbad der absolute Besuchermagnet – wie immer warfen sich die geschlagenen Nordmänner dort spektakulär in den Sand – wie immer war der Auslöser für ihre Kämpfe der Streit um einen Teddybär – wie immer moderierte Carsten „Karl“ Lösch das Spektakel mit viel Fachwissen und Humor.

„Es ist eine entspannte Atmosphäre, die Besucher genießen die Sonnenstrahlen“, freute sich Veranstalter Kaj-Uwe Dammann gestern Abend kurz vor Ende des dreitägigen Festes. Dass die beiden Wikingerboote „Sigyn“ und „Ria“ gestern mangels Wind ohne Segel in See stechen mussten, war da zu verschmerzen.

Auch wenn Dammann und sein Geschäftspartner Stephan Vollbehr noch keine endgültigen Zahlen hatten, konnten sie melden, dass die Marke von 25  000 wohl wieder geknackt wurde. Dabei verteilten sich die Besucher einigermaßen gleichmäßig auf die verschiedenen Tage. Sehr zur Freude von Manuela Blankenburg, die gestern Nachmittag mit ihrem Mann Ron mit ihrem vierjährigen Sohn Piet über das Gelände schlenderten. „Im letzten Jahr, als sich alles auf den Sonntag konzentrierte, war es mir zu voll. Heute ist es sehr viel angenehmer“, meinte die Flensburgerin.

Der vierjährige Piet Blankenburg (mit Mutter Manuela) hat einen Glücksbringer gewonnen.
Der vierjährige Piet Blankenburg (mit Mutter Manuela) hat einen Glücksbringer gewonnen. Foto: oje
 

Auch die Händler und Handwerker, die aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland auf die Königswiesen gekommen waren, zeigten sich zufrieden. „Ich bin auf vielen Mittelaltermärkten, aber die Wikingertage sind schon etwas Besonderes, schon allein, weil sie so groß sind“, meinte zum Beispiel André Thoms aus Greifswald, der seine Trinkhörner verkaufte.

Neben dem Wikinger-Puppentheater für Kinder, das erstmals stattfand, gab es diesmal vor allem eine Neuerung: Der Bus-Shuttle, der zwischen den Königswiesen und dem Parkplatz auf der Freiheit pendelte. Dammann und Vollbehr hatten diesen Service einrichten müssen, weil die bisherige Parkfläche direkt am Festgelände nicht mehr zur Verfügung steht. Dort haben die Bauarbeiten für das neue Wohnquartier an den Königswiesen begonnen. „Alles in allem hat es ganz gut geklappt“, meinte Dammann. „Aber für das nächste Jahr werden wir sicherlich noch etwas optimieren können.“ Das gilt unter anderem für die Beschilderung. Vollbehr hatte sich schon bei seinen Begrüßungen in der Schaukampf-Arena für mögliche Wartezeiten an den Bushaltestellen entschuldigt und angekündigt zu überprüfen, ob man im nächsten Jahr mehr als drei Busse einsetzen sollte. Viele einheimische Besucher hatten ohnehin direkt die Innenstadt angesteuert und meist im Parkhaus im Schwarzen Weg oder anderswo freie Parkplätze gefunden.

 

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erstellt am 01.Aug.2016 | 07:59 Uhr

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