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Schleswiger Nachrichten

07. Dezember 2016 | 09:48 Uhr

Schleswig : Spatenstich für Seniorenresidenz

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Auf dem „Stadt Hamburg“-Areal entsteht eine Einrichtung mit 108 Plätzen sowie acht Wohnungen. Der Betreiber investiert zehn Millionen Euro.

Die 145 Bohrpfähle, auf dem das neue Gebäude stehen soll, sind bereits in den Untergrund eingelassen – es wird kräftig gewerkelt auf dem Gelände am unteren Lollfuß, wo einst das altehrwürdige Hotel „Stadt Hamburg“ stand. Gestern nun fand im Rahmen eines kleinen Festaktes der symbolische erste Spatenstich für den Bau der „Seniorenresidenz am Schloss“ statt.

Andreas Anspach, Geschäftsführer des Investors Vitacare, strahlte mit der Mittagssonne um die Wette. Man habe einen Weg gefunden, der den Denkmal- und Naturschutz berücksichtige und der nunmehr allen Beteiligten gerecht werde, freute er sich. Nach einiger Kritik am ursprünglichen Architektenentwurf hatte der Bauausschuss die jetzigen Pläne für die Zehn-Millionen-Euro-Investition vor vier Wochen abgesegnet (wir berichteten).

„Bei dieser Einrichtung steht die stationäre Pflege im Vordergrund“, erklärte Anspach. 108 Betten sollen in dem vierstöckigen Gebäudekomplex untergebracht werden. Alle Zimmer erhalten ein eigenes Bad. Unterteilt werden die Plätze in unterschiedliche Fachbereiche: für rüstige Senioren, für demente Bewohner und für Menschen, die auf Palliativpflege angewiesen sind. Zusätzlich entstehen acht Zwei- beziehungsweise Drei-Zimmer-Wohnungen zwischen 46 und 67 Quadratmetern Größe. Dafür sei die Nachfrage bereits jetzt immens, verriet Anspach. Ein eigener Friseursalon mit Maniküreabteilung und ein Wellnessbereich werden den Bewohnern der Anlage zur Verfügung stehen.

Zum Jahreswechsel 2017/2018 soll die Seniorenresidenz fertiggestellt sein. Sie werde 86 Arbeitsplätze bieten, darunter 40 im Bereich der einfachen Qualifizierung, kündigte Anspach an. Vitacare betreibt seit zehn Jahren in Schleswig auch die Seniorenresidenz Stampfmühle. „Wir kennen Schleswig, und wir kennen den Bedarf im Pflegebereich“, sagte Anspach. Die 48 Plätze der Stampfmühle würden einem gemeinsamen Konzept angepasst.

Bürgermeister Arthur Christiansen erinnerte sich an den Beginn seiner Amtszeit Anfang 2014. „Damals flogen vom ‚Stadt Hamburg‘ die Dachziegel auf die Straße.“ Die Stadt habe daraufhin Verkehrssicherungsmaßnahmen ergreifen müssen. Im Januar 2015 wurde das Gebäude dem Erdboden gleich gemacht. „Ich war froh, als ich hörte, dass Sie das Gelände übernehmen“, sagte Christiansen an Anspach gewandt. „Ich hoffe, dass wir ein tolles Objekt bekommen, das die Stadt nachhaltig bereichern wird.“ Es handele sich um einen „sehr zentralen, solitären Ort mit Schloss Gottorf im Hintergrund“. Er freue sich auf die künftig bessere Anbindung des Schlosses an den Lollfuß und damit an die Innenstadt, betonte der Bürgermeister. Geplant ist ein Verbindungsweg vom Lollfuß bis zum Burggraben zwischen Seniorenresidenz und benachbartem Hotel „Zollhaus“.

Die „traumhafte Lage zwischen Schloss und Schlei“ hob auch Anspach hervor. „Und die Senioren können durch die zentrale Lage unwahrscheinlich gut teilnehmen am Leben in der Stadt.“ Bei so viel Lob und Werbung in eigener Sache störte es die Anwesenden gestern auch nicht, dass der Lärm der Baustelle das eine oder andere gesprochene Wort übertönte. Hauptsache, es geht voran.

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erstellt am 21.Jul.2016 | 07:26 Uhr

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